Die
Baumwollpflanze oder
Baumwolle zählt zur Gattung der Malvengewächse. Die Naturfaser Baumwolle wird aus den Samenhaaren der Sträucher gewonnen. Baumwolle
dient seit Jahrtausenden als Grundlage zur Herstellung von Fäden und Stoffen insbesondere in tropisch- subtropischen Regionen. Einige Archäologen vermuten, daß bereits die ägypter circa 12.000 v. Chr. Baumwolle
verwendet hätten. In mexikanischen Höhlen wurde Baumwollkleidung entdeckt, die älter als 7000 Jahre ist. In Europa setzte sich Baumwolle
erst im 19. Jahrhundert endgültig durch. Zuvor gab es nur Kleidung aus Leinen, Wolle und Leder.
Heute entfallen mehr als 40% der weltweiten Textilfasern auf Baumwolle
. Neben der Textilindustrie findet Baumwolle
aber auch in vielen anderen Bereichen Anwendung. So wird die Baumwollfaser bei der Herstellung von medizinischem Verbandsmaterial und in der Kosmetik als Watte oder Wattestäbchen eingesetzt. Fischernetze, Seile und Zelte bestehen häufig ganz oder zum Teil aus Baumwolle
. Weitere Verwendung findet Baumwolle
bei der Herstellung von Papier, Kaffeefiltern, Munition und Sprengstoff (in Form von Nitrocellulose). Das Öl aus den Baumwollsamen kann darüber hinaus als Speiseöl oder Brennstoff genutzt werden. Der nach dem Auspreßen des Öls übrig bleibende Ölkuchen wird oft als eiweißreiches Viehfutter verwendet.
China
ist mit einem Anteil von knapp 32% an der Weltproduktion der größte Baumwol
lhersteller. Aufgrund der enormen Nachfrage der chinesischen Textilindustrie ist China
zugleich größter Verbraucher und größter Importeur. Auf den Plätzen zwei bis vier der Baumwol
lproduktion folgen Indien, die USA und Pakistan.
Die wichtigste Börse für Baumwolle ist die amerikanische Plattform der Intercontinental Exchange (ICE Futures U.S.), wobei der Baumwollpreis in US-Cent pro amerikanischem Pfund (1 lb. = 0,45 kg) notiert. Anleger können mittels Zertifikaten auf Baumwolle spekulieren.1