Im Allgemeinen wird
Benzin durch Destillation oder durch Cracken (Abspalten) von
Erdöl in Raffinerien hergestellt. Verwendung findet Benzin vor allem als Motorentreibstoff für Otto- und Diesel
motoren. Um es als Motorentreibstoff einsetzen zu können, werden dem Benzin
zusätzlich sog. Antiklopfmittel hinzugefügt. Diese sollen das Klopfverhalten (keine unkontrollierten Selbstentzündungen) des Kraftstoffs verbeßern, sind jedoch meist bleihaltig und damit schädlich für die Umwelt. Bei bleifreiem Benzin werden aus diesem Grund die bleihaltigen Antiklopfmittel durch alternative, umweltschonendere Substanzen ersetzt. Weitere Verwendung findet Benzin als Lösungsmittel für Fette und öle. Daher ist es Bestandteil von vielen Reinigungsmitteln.
Benzin ist heute das meistverkaufte, raffinierte
Erdölprodukt der Welt. In den USA wird über die Hälfte jedes Barrels (1 Faß = 159 Liter)
Rohöl zur Herstellung von Benzin
verwendet, und der tägliche Benzinverbrauch beläuft sich dort auf neun Millionen Barrel. Da Rohöl
zum einen der wichtigste
Rohstoff bei der Herstellung von Benzin ist und zum anderen auch den größten Produktionskostenfaktor darstellt, hat der
Ölpreis maßgeblichen Einfluß auf die Entwicklung vom
Benzinpreis. Darüber hinaus sind weitere wichtige Einflußfaktoren die Jahreszeit (Urlaubs- und Reisezeiten), die Lagerbestände- und freien Kapazitäten der Erdölraffinerien sowie Wettereinflüße. So kommt es bspw. in den USA vor und während der Hurrikan-Saison zu deutlichen Preisaußchlägen, da die Region am Golf von Mexiko Standort vieler Raffinerien ist.
Die für den
Benzinhandel wichtigste Börse ist die Chicago Mercantile Exchange (NYMEX), wobei der Benzinpreis in US-Cent je Gallone (= 3,785 Liter) notiert. Produkte, mit denen Privatanleger in Benzin
investieren können, sind Exchange Traded Funds (
ETFs)/Exchange Traded Commodities (
ETCs) und Zertifikate.