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Trendbestätigungsindikator TBI Erklärung – Technische Analyse

Aussage:
Der in Deutschland recht gerne publizierte „Trendbestätigungsindikator (TBI)“ ist nicht als eigenständige technische Studie, sondern vielmehr als „Price Oscillator“ zu verstehen, der für das Verhältnis zweier „Moving Averages“ definiert ist. Im „TBI“ wird ein kurzer „GD“ durch einen längeren „GD“ dividiert, unabhängig, ob „simple“, „exponential“ oder „weighted“, wobei der Quotient zur besseren Darstellung in der Regel noch mit 100 multipliziert wird. Das Ergebnis ist ein Oszillator mit der Mittelpunktslinie bei 100. Ein Oszillatorenwert oberhalb der Mittelpunktslinie zeigt, dass der kurze „GD“ oberhalb des längeren „GD“ notiert, analog zeigt ein Wert unter der Mittelpunktslinie, dass der kurze „GD“ unterhalb des längeren „GDs“ notiert.

Berechnung:
Es werden zwei „Moving Averages“ konstruiert, wobei der kürzere „GD“ durch den längeren „GD“ dividiert wird. Das Ergebnis wird mit dem Faktor 100 multipliziert.

Formel:
TBI = (MAx / MAy ) * 100 wobei MAx = „Moving Average“ kürzerer Zeitraum MAy = „Moving Average“ längerer Zeitraum

Einstellung:
keine, je nach Untersuchungsgegenstand

Interpretation:
Das primäre Handelssignal ergibt sich im „TBI“ mit dem Durchkreuzen der Mittelpunktslinie. Ein Kaufsignal gilt, wenn der „TBI“ die Mittelpunktslinie von unten nach oben durchschneidet (kurzer „GD“ > längerer „GD“); ein Verkaufssignal, wenn der „TBI“ von oben wieder unter die Marke von 100 rutscht (kurzer „GD“ < längerer „GD“). Um den „TBI“ – und damit das Trendlinien-Modell – noch reagibler zu gestalten, empfiehlt sich die Berechnung eines „Moving Averages“ auf die „TBI“-Linie. Die Kreuzungspunkte zwischen „TBI“ und „GD“ können dann recht frühzeitig auf bevorstehende Überkreuzungen der beiden zugrunde liegenden „Moving Averages“ hinweisen und somit eigenständig Kauf- und Verkaufssignale generieren. Daneben können an den „TBI“ auch Trendlinien angelegt werden, deren Durchbrechen auf eine bevorstehende Kreuzung der „GDs“ und damit auf ein baldiges gegengerichtetes Signal der „GDs“ hindeutet. Alternativ kann auch ein Filter gesetzt werden, wie beispielsweise durch das Antragen von (horizontalen) neutralen Zonen oberhalb und unterhalb der Mittelpunktslinie mit beliebigen, aber identischen Abständen. Der „TBI“ wird dann erst bei den größeren Kursdrehs Trendsignale generieren.

Empfehlung:
Der „TBI“ entspricht einem geglätteten „Momentum“ bzw. „ROC“-Konzept. Nicht mehr und nicht weniger.

Querverweise:
Moving AverageMACDPrice Oscillator

Quelle:
Thomas Müller, TM BÖRSENVERLAG AG: Das GROSSE Buch der TECHNISCHEN INDIKATOREN

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