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09:00 05.02.13

Aktien Frankfurt Ausblick: Wenig verändert erwartet -Sorgen in Eurozone belasten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem Kursrutsch zum Wochenauftakt wird der deutsche Aktienmarkt am Dienstag zum Handelsstart wenig verändert erwartet. Marktstratege Stan Shamu vom Broker IG erklärte, dass die Korruptionsvorwürfe gegen die Regierungspartei von Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy sowie der in der Wählergunst steigende, italienische Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi die Renditen der Staatsanleihen in beiden Ländern deutlich nach oben getrieben hätten. Die Anleger scheuten nun wieder das Risiko. Auch der Euro wurde davon belastet.

Der X-Dax als außerbörslicher Indikator deutet für den deutschen Leitindex einen 0,08 Prozent höheren Handelsauftakt an. Bereits am Montag hatte der Dax wegen der neuen politischen Sorgen in der Eurozone knapp zweieinhalb Prozent an Wert eingebüßt. Die Vorgaben aus Übersee fielen gemischt aus: Während der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial um 0,14 Prozent zulegte, gaben die asiatischen Börsen überwiegend nach. Auf der Agenda stehen neben den Zahlen des Rückversicherers Munich Re Einkaufsmanagerdaten sowie am Nachmittag der ISM-Index aus den USA.

MUNICH RE BEI L&S SEHR FEST - GEWINN ÜBER ERWARTUNGEN

Bei Munich Re sorgte die Zahlenvorlage bei Lang & Schwarz für ein vorbörsliches Kursplus von mehr als zwei Prozent. Der Rückversicherer erzielte trotz immenser Schäden durch Hurrikan "Sandy" im abgelaufenen Jahr einen überraschend hohen Milliardengewinn und hob die Dividende an.

Die Aktien von Kuka legten moderat zu, nachdem der Roboter- und Anlagenbauer nach einem überraschend starken Schlussquartal seine Jahresziele übertroffen und neue Bestwerte aufgestellt hatte. Von Händlern hieß es, Kuka habe mit seinen Zahlen über den Konsensschätzungen gelegen. Da die Analysten aber schon auf einen guten Geschäftsbericht gehofft hätten, könnten die Aktien nach einer anfänglich positiven Reaktion später unter Gewinnmitnahmen leiden.

SYMRISE NACH GIVAUDAN-ZAHLEN IM BLICK

Die Symrise-Papiere stehen nach Zahlen des Wettbewerbers Givaudan im Blick. Der Schweizer Hersteller von Aromen und Duftstoffen habe im abgelaufenen Jahr die Markterwartungen übertroffen, sagte ein Händler. Er rechnet mit einer freundlichen Kursreaktion bei Symrise, zumal Givaudan auch die Mittelfristziele bestätigt habe. Am Vortag hatte die Aktie einen neuen Ausbruchsversuch in Richtung Rekordhoch gestartet, der jedoch dann abverkauft wurde.

Für die ProSiebenSat.1-Titel ging es vorbörslich um knapp zwei Prozent bergab. Als Belastungsfaktor machten Händler eine Meldung vom Vortag kurz vor Handelsschluss aus, wonach Vorstandschef Thomas Ebeling Aktien des Fernsehkonzerns im Wert von rund 7,5 Millionen Euro verkauft hat. Die Aktie hatte daraufhin den Xetra-Haupthandel über drei Prozent schwächer beendet und im Xetra-Spezialistenhandel noch weiter nachgegeben./gl/rum



Quelle: dpa

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