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Aktien Frankfurt: Dax hält sich vor Trump-Pressekonferenz über 11600 Punkte

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Mittwochnachmittag die Marke von 11 600 Punkten erst einmal verteidigt. Der Leitindex hatte diese Hürde am späten Vormittag hinter sich gelassen, nachdem er an den Tagen davor meist daran gescheitert war. Zuletzt legte das Barometer um 0,29 Prozent auf 11 616,96 Punkte zu. Die Anleger warten nun gespannt auf die erste Pressekonferenz des designierten US-Präsidenten Donald Trump seit seinem Wahlsieg im November. Sie soll kurz vor Xetra-Schluss beginnen.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gewann bislang 0,46 Prozent auf 22 305,06 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax rückte um 0,60 Prozent auf 1852,32 Zähler vor. Im SDax gab es bei einem Plus von zuletzt 0,67 Prozent sogar einen neuen Rekord mit 9729,66 Zählern. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 zeigte sich kaum verändert.

HOHE ERWARTUNGEN AN TRUMP

Die Börsen hätten nach dem Wahlsieg Trumps viel Positives eingepreist, ohne dass es bisher Details zu seiner künftigen Politik gegeben habe, kommentierte Marktexperte Craig Erlam vom Broker Oanda. Sollte Trump die Erwartungen an eine wachstumsfreundliche Politik mit Steuersenkungen nicht erfüllen, könnten die Märkte schnell wieder ins Wanken geraten.

Hierzulande sorgten zur Wochenmitte zahlreiche Analystenkommentare und Umstufungen für reichlich Bewegung. An der Dax-Spitze preschten die Titel des Versorgers RWE um mehr als 3 Prozent vor. Die britische Investmentbank Barclays hatte sie nach Aussagen von Vorstandschef Rolf Schmitz hochgestuft. Es gebe nun mehr Klarheit hinsichtlich des Zeitplans für die Auflösung von Rückstellungen, hieß es. Die Anteile des Konkurrenten Eon verteuerten sich mit gut zweieinhalb Prozent ebenfalls deutlich.

VW PROFITIERT VON ANSTEHENDEM VERGLEICH

Weit vorne im Leitindex rückten zudem die Volkswagen-Vorzüge angesichts des bevorstehenden Milliardenvergleichs in den USA um annähernd 3 Prozent vor. Wie der Autobauer am Vorabend bekanntgegeben hatte, wurden im Abgas-Skandal mit der US-Justiz Bußgeld- und Strafzahlungen in Höhe von 4,3 Milliarden Dollar ausgehandelt. Der Vergleich ist noch nicht endgültig besiegelt, wäre aber ein Meilenstein bei der Bewältigung der Diesel-Affäre.

Schwächster Dax-Wert waren die Anteile des Konsumgüterherstellers Beiersdorf , die nach einem negativen Kommentar der UBS um etwas mehr als 1 Prozent nachgaben.

BRENNTAG UND MTU IM MDAX GEFRAGT

Im MDax rückten die Papiere des Chemikalienhändlers Brenntag nach einem positiven Kommentar von Merrill Lynch um rund 2 Prozent vor. Die US-Investmentbank hatte die Titel zudem auf ihre Empfehlungsliste "Europe 1" gesetzt. Brenntag stehe ein großes Jahr bevor, schrieben die Analysten. Für die Anteile des Triebwerkbauers MTU ging es um mehr als zweieinhalb Prozent aufwärts. Händler verwiesen dazu auf eine Hochstufung durch das Analysehaus Bernstein Research.

Der europäische Flugzeugbauer Airbus sitzt trotz einer Rekordproduktion im Jahr 2016 auf so dicken Auftragsbüchern wie nie zuvor. "Wir müssen jetzt die Maschinen bauen, für die wir schon Aufträge haben, statt immer mehr neue Bestellungen hereinzuholen", sagte Airbus-Verkaufschef John Leahy in Toulouse. Die Airbus-Aktien verloren im MDax knappe 0,3 Prozent./ajx/fbr

Von Achim Jüngling, dpa-AFX



Quelle: dpa


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