| Typ: Aktie WKN: 519000 / ISIN: DE0005190003 | Branche: Maschinenbau, Verkehr, Logistik Sektor: Automobile | Land: Deutschland |
„Freude am Fahren“ lautet der Werbeslogan des Autoherstellers BMW. Seit Mai macht der Aktienkurs den BMW-Aktionären indes wenig Freude. Quartal für Quartal glänzen die deutschen Autobauer mit tollen Geschäftszahlen. Dabei profitieren sie vor allem von der „Kaufwut“ ihrer chinesischen Kunden. Beinahe jeden Monat werden gesteigerte Absatzzahlen gemeldet. Die Fahrzeuge von BMW sind im Reich der Mitte sogar besonders gefragt: Der Münchner Autobauer verkaufte den Chinesen seit Jahresbeginn 135.026 Autos der Marken BMW und Mini. Das entspricht einem Mehrabsatz von über 34% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die für das erste Quartal gemeldeten Geschäftszahlen stellten auch neue Rekordwerte bei Umsatz und Ergebnis dar:
Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 14,1% auf 18,29 Mrd. Euro. Der Konzernüberschuss wurde um 18,1% auf 1,35 Mrd. Euro verbessert. Der Chart des BMW-Papiers zeichnet indes ein anderes Bild. Nicht umsonst heißt es bekanntlich, dass die Aktienkurse Entwicklungen vorwegnehmen – nur allzu häufig erfahren wir Investoren erst später (oftmals zu spät), dass sich in einem Unternehmen fundamentale Veränderungen ergeben haben. Dies müssen wir für BMW offensichtlich auch unterstellen. Immerhin war die Aktie von BMW das einzige Paiper der drei großen Autobauer (neben VW und Daimler), welches es in diesem Jahr schaffte, sein Vorjahreshoch marginal (um 24 Cents) zu überbieten. Unter dem Strich bleibt bei allen Autobauern also ein krasses Missverhältnis zwischen geschäftlicher und Kurs-Entwicklung.
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