Ausblick: Stärkere Eröffnung erwartet
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Nachdem die deutschen Aktienmärkte zur Mittagszeit deutlich zulegen konnten, trübte sich die Stimmung der Marktteilnehmer am Montagnachmittag nach schwächeren Vorgaben aus den USA wieder ein. Das Marktumfeld bleibt weiterhin sehr nervös. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) verlor zuletzt 0,11 Prozent auf 5.473,78 Punkte. Der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) gewann 0,25 Prozent hinzu auf 8.424,93 Stellen. Für den SDAX (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) ging es derweil um 0,07 Prozent nach oben auf 4.258,92 Zähler, während der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) um 0,08 Prozent auf 690,96 Punkte zulegte.
Die wichtigsten US-Börsen büßten am Montag ihre deutlichen Gewinne vom Vormittag ein und notierten zum Handelsende nur knapp im Plus. Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) notierte 0,34 Prozent fester bei 10.854,65 Punkten, während der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) 0,15 Prozent auf 2.345,38 Zähler hinzugewann. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) schloss bei 1.123,82 Punkten, was einem Plus von 0,03 Prozent entspricht.
Die Futures zeigen derzeit eine positive Tendenz. So notiert der Dow Jones Future bei 10.936,00 Punkten (+89,00 Punkte), der NASDAQ Future bei 2.064,00 Punkten (+20,00 Punkte) und der S&P Future bei 1.133,70 Zählern (+10,40 Punkte).
Die größten Börsen in Asien tendierten heute fester. Nach der negativen Entwicklung vom Vortag schloss der Nikkei-Index mit einem Plus von 1,22 Prozent bei 8.733,01 Punkten.
In China zeigen die Aktienmärkte positive Vorzeichen. So steht der Hang Seng derzeit mit 0,90 Prozent im Plus bei 19.661,40 Punkten, während der Shanghai Composite um 0,74 Prozent auf 2.534,40 Punkte zulegt.
Der Markt heute:
Der Bund Future steigt bisher um 0,02 Prozent auf 135,21 Punkte.
Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Kursaufschlägen starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 5.542,50 Punkten. Der DAX-Future notiert derzeit bei 5.541,50 Zählern (+1,2 Prozent).
Konjunktuseitig werden heute in Deutschland die ZEW-Konjunkturerwartungen für August veröffentlicht. In den USA stehen ferner die Verkäufe neuer Häuser für Juli auf der Agenda.
Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:
Wichtige Quartalszahlen stehen unter anderem bei Bank of Montreal, H.J. Heinz, Medtronic, Onvista und VTG an.
Der deutsche Markt am Montag:
Henkel (ISIN DE0006048432/ WKN 604843) verteuerten sich um 0,3 Prozent. Der Konsumgüterkonzern hat den Bau einer neuen Klebstofffabrik in China angekündigt. Die neue Anlage in Shanghai umfasst den Angaben zufolge 150.000 Quadratmeter und wird zentrale Produktionsstätte für Industrie-Klebstoffe in China und in der Region Asien/Pazifik. Jährlich sollen dort 428.000 Tonnen Klebstoffe produziert werden. Mit der neuen Fabrik erweitert das Unternehmen seine Produktionskapazitäten und reagiert auf die steigende Nachfrage nach industriellen Klebstoff-Technologien in China und in der gesamten Region Asien/Pazifik. Wie es weiter heißt, investiert Henkel in das Werk rund 50 Mio. Euro und wird dort etwa 600 Mitarbeiter beschäftigen. Produktionsbeginn ist Ende 2012. Daneben gab die BMW-Aktie (ISIN DE0005190003/ WKN 519000) gestern um 4,2 Prozent ab und markierte damit das Indexende. Der Autohersteller will einem Bericht der "Automobilwoche" vom Samstag zufolge für sein Werk in Leipzig eine eigene Windkraftanlage zur Gewinnung von Strom aus erneuerbaren Energien bauen. So sollen vier Windräder in Leipzig errichtet werden, um künftig in der Fertigung der geplanten Carbonautos Strom aus erneuerbaren Energien einzusetzen. Die Windkraftanlage solle spätestens zum Produktionsstart der Elektromodelle i3 und i8 im Herbst 2013 fertig gestellt sein. Wie es weiter hieß sind die Pläne für Leipzig nur ein Teil der geplanten Erweiterung des weltweiten Produktionsnetzwerks. Um den Bestellansturm zu bewältigen und die Lieferzeiten im Rahmen zu halten geht der Hersteller in die Produktionsoffensive. So plant Konzernchef Reithofer laut dem Bericht eine neue Montagefabrik in Brasilien. Von 26 möglichen Standorten seien zwei in der engeren Auswahl, davon liege einer nahe São Paulo. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren fanden sich die Papiere von E.ON mit einem Aufschlag von 3,6 Prozent wieder.
Wichtige Meldungen:
Der Autobauer Volkswagen (ISIN DE0007664039/ WKN 766403) wird einem Pressebericht zufolge im Dezember seinen Stadtwagen Up auf den Markt bringen. Zudem plane das Unternehmen den Bau eines E-Mobils. Das Modell Up wird kleiner als der Kleinwagen Polo sein und ferner plant Volkswagen für das Jahr 2013 auch ein Modell mit Elektroantrieb.
Der Automobilzulieferer Grammer (ISIN DE0005895403/ WKN 589540) hat ein Schuldscheindarlehen begeben. Das Schuldscheindarlehen hat ein Volumen von 55 Mio. Euro und verteilt sich auf drei Tranchen mit drei, fünf bzw. sieben Jahren Laufzeit. Zugleich wurde eine 9,5 Mio. Euro große Tranche eines bereits bestehenden Schuldscheindarlehens vorzeitig prolongiert. Mit dieser Transaktion sowie einem neuen Rahmenkreditvertrag in Höhe von 78,5 Mio. Euro mit einer Laufzeit bis 2014 strukturiert Grammer vorzeitig die bestehende Konzernfinanzierung neu. Dazu wird der bestehende Konsortialkreditvertrag in Höhe von 110 Mio. Euro mit Fälligkeit zum August 2013 bereits im September 2011 abgelöst. (23.08.2011/ac/n/m)
Quelle: ac
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