Börse Frankfurt Schluss: Deutliche Zugewinne, Allianz und Deutsche Bank im Aufwind
Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes tendierten im Freitagshandel deutlich im Plus. Nach den erheblichen Kursverlusten vom Vortag standen die Zeichen auf Erholung. Am Nachmittag profitierte die Stimmung zudem von positiven Arbeitsmarktdaten aus den USA. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) gewann zuletzt 3,93 Prozent auf 6.865,66 Punkte. Der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) legte um 2,96 Prozent zu auf 10.990,72 Punkte. Für den SDAX (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) ging es derweil um 1,83 Prozent nach oben auf 4.940,21 Zähler, während der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) um 1,58 Prozent auf 785,67 Punkte anzog. Der Bund Future verlor zuletzt 1,27 Prozent auf 143,04 Zähler, während der Euro um 1,56 Prozent auf 1,2368 Dollar anzog.
In den USA notieren die wichtigsten Indizes zur Stunde mit bis zu 2,12 Prozent im Plus. Am kommenden Montag stehen keine relevanten Konjunkturdaten auf der Agenda.
Im Blickfeld der Investoren standen heute im DAX vor allem die Papiere der Allianz (ISIN DE0008404005/ WKN 840400), die sich um 5,7 Prozent verteuerten. Umsatz und operatives Ergebnis des Versicherungskonzerns stiegen im zweiten Quartal dank des diversifizierten Geschäftsportfolios. Auch der Quartalsüberschuss verbesserte sich. "Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen bestätigen wir unseren Ausblick für ein operatives Ergebnis 2012 von 8,2 Mrd. Euro, plus/minus 0,5 Mrd. Euro", sagte Michael Diekmann, Vorsitzender des Vorstands. Daneben ging es für Siemens (ISIN DE0007236101/ WKN 723610) um 6,2 Prozent nach oben. Der Technologiekonzern hat einen Aktienrückkauf in einem Volumen von bis zu 3 Mrd. Euro in der Zeit bis spätestens zum 30. Dezember 2012 unter Ausnutzung der am 25. Januar 2011 von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigung beschlossen. Ferner hat der Vorstand die Einziehung von rund 33 Millionen Stück eigenen Aktien beschlossen.
Die Aktie von Daimler (ISIN DE0007100000/ WKN 710000) legte heute um 3,6 Prozent zu, obwohl die zum Automobilkonzern gehörende Tochter Mercedes-Benz Cars im Juli einen Absatzrückgang ausweisen musste. SAP (ISIN DE0007164600/ WKN 716460) hat sich derweil in dem seit Jahren andauernden Rechtsstreit um illegale Downloads einer SAP-Tochter in den USA mit dem US-Konkurrenten Oracle (ISIN US68389X1054/ WKN 871460) geeinigt. Wie gestern Abend bekannt gegeben wurde, werde SAP im Rahmen der nun getroffenen Vereinbarung 306 Mio. US-Dollar an Oracle bezahlen. Nach Angaben von Dorian Daley, General Counsel bei Oracle, werde SAP inklusive Anwaltskosten mindestens 426 Mio. US-Dollar an Oracle überweisen müssen. SAP verbesserten sich um 2,6 Prozent. Auf der Spitzenposition legten Aktien der Deutschen Bank um 8,7 Prozent zu, während Beiersdorf mit einem Minus von 0,4 Prozent als einziger Wert im roten Bereich schloss.
Im MDAX verteuerten sich ElringKlinger (ISIN DE0007856023/ WKN 785602) um 3,4 Prozent. Der Automobilzulieferer legte im ersten Halbjahr trotz der Schwäche der westeuropäischen Pkw-Märkte bei Umsatz und Ergebnis deutlich zu. Die gestiegenen Personalkosten konnten dabei weitgehend durch die konzernweit laufenden Effizienzsteigerungsmaßnahmen sowie die bei einigen Materialsorten rückläufigen Preise kompensiert werden. Bester Wert im MDAX war Sky Deutschland mit einem Zugewinn von fast 9 Prozent, während Südzucker am Indexende um 0,7 Prozent nach oben kletterten.
SINGULUS (ISIN DE0007238909/ WKN 723890) brachen als Schlusslicht im TecDAX um fast 8 Prozent ein. Wie gestern nachbörslich bekannt gegeben wurde, ist der Technologiekonzern im zweiten Quartal operativ in die roten Zahlen gerutscht. Ungleich besser lief es derweil für die Anteilsscheine von SÜSS MicroTec (ISIN DE000A1K0235/ WKN A1K023), die sich an der Indexspitze um 4,6 Prozent verteuerten. Der Hersteller von Anlagen und Prozesslösungen für die Halbleiterindustrie und verwandten Märkten hat den Ausblick für den Umsatz in 2012 erhöht. Aufgrund des starken Auftragseingangs in der ersten Jahreshälfte erwartet man nun einen Umsatz zwischen 160 und 170 Mio. Euro, wogegen das Unternehmen bisher von einem Umsatz in Höhe von mehr als 155 Mio. Euro und einer EBIT-Marge im unteren Bereich einer Bandbreite von 5 bis 10 Prozent ausgegangen war. SÜSS präzisiert zudem die Guidance für das Gesamtjahresergebnis und geht nun davon aus, im laufenden Geschäftsjahr ein EBIT zwischen 5 Mio. und 10 Mio. Euro erwirtschaften zu können.
Im SDAX ging es schließlich für Hawesko Holding (ISIN DE0006042708/ WKN 604270) um 0,7 Prozent nach oben. Die Weinhandelsgruppe hat das zweite Quartal mit einem Anstieg bei Umsatz und Ergebnis abgeschlossen.
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