Börse Frankfurt am Mittag: Weiterhin im Minus, Deutsche Bank gesucht
Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten deutschen Indizes bewegen sich zur Mittagszeit weiterhin deutlich im Minus, auch wenn die Verluste im Laufe des Vormittags leicht reduziert werden konnten. Angesichts der anhaltenden Probleme in der Eurozone herrscht am Markt weiterhin Krisenstimmung. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) verliert aktuell 0,95 Prozent auf 5.992,96 Punkte, während der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) um 1,77 Prozent auf 9.695,73 Stellen nachgibt. Für den SDAX (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) geht es derweil um 2,68 Prozent auf 4.590,91 Zähler nach unten. Der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) fällt um 2,53 Prozent zurück auf 712,42 Punkte. Der Bund-Future verliert 0,26 Prozent auf 145,95 Punkte, während der Euro um 0,31 Prozent auf 1,2436 US-Dollar nach oben klettert.
Die Wall Street dürfte heute verhalten in den Handel starten. So verliert der Dow Jones Future derzeit 0,11 Prozent. Der NASDAQ-Future legt um 0,04 Prozent zu, während der S&P-Future um 0,02 Prozent nach oben klettert. Aus den USA werden heute die Industrieaufträge gemeldet.
Wie das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) heute mitteilte, prognostiziert der IWH-Flash-Indikator eine Fortsetzung der kräftigen konjunkturellen Belebung vom Beginn des Jahres. Nachdem das Wachstum zum Ende des Jahres 2011 eine kurze Pause eingelegt hatte, stieg das deutsche Bruttoinlandsprodukt zu Beginn des Jahres 2012 um 0,5 Prozent überraschend kräftig an. Ausschlaggebend dafür war vor allem eine Ausweitung der Exporte und des Konsums. Die Investitionen gingen hingegen wohl zurück. Eine wesentliche Rolle spielten dabei die dämpfenden Effekte des zeitweise harten Winterwetters auf die Bauinvestitionen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Deutschland dürfte im zweiten Quartal 2012 nochmals kräftig um 0,5 Prozent ansteigen, und auch im dritten Quartal dürfte mit 0,3 Prozent die konjunkturelle Belebung anhalten.
Im DAX behaupten sich weiterhin Anteile der Deutschen Bank an der Indexspitze. Der Titel zieht um 3,1 Prozent an. Mit der Deutschen Börse (+0,9 Prozent) und Allianz (+0,3 Prozent) bewegen sich nur zwei weitere Werte im Plus. Aktien von E.ON (ISIN DE000ENAG999/ WKN ENAG99) notieren nahezu unverändert. Der Energieversorger gab heute bekannt, dass er beabsichtigt, das Regionalversorgungsgeschäft in Deutschland künftig auf die vier größten Regionalversorger E.ON Avacon AG, E.ON Bayern AG, E.ON edis AG und E.ON Hanse AG zu konzentrieren.
Für Aktien der Deutschen Lufthansa (ISIN DE0008232125/ WKN 823212) geht es derweil um 0,3 Prozent nach unten. Einem Medienbericht zufolge will man sich von weiteren Tochtergesellschaften trennen. Aktien der Deutschen Telekom (ISIN DE0005557508/ WKN 555750) verlieren 0,2 Prozent. Die zum Konzern gehörenden Geschäftskundensparte T-Systems hat einen weiteren Großauftrag erhalten. So wird der schweizerische Industriekonzern Georg Fischer AG (ISIN CH0001752309/ WKN 851082) künftig Cloud Services aus einem deutschen Rechenzentrum von T-Systems beziehen.
Aktien von ThyssenKrupp (ISIN DE0007500001/ WKN 750000) fallen um 0,4 Prozent zurück. Der brasilianische Eisenerzproduzent und Rohstoffkonzern Vale S.A. (ISIN BRVALEACNPA3/ WKN 897998) will einem Medienbericht zufolge die hoch defizitäre brasilianische Stahlschmelze von ThyssenKrupp in Brasilien übernehmen. Anteile von Bayer (ISIN DE000BAY0017/ WKN BAY001) weisen derweil ein Minus von 0,8 Prozent auf, obwohl der Pharmakonzern heute positive Studiendaten mit den beiden Krebsmitteln Regorafenib und Alpharadin bekannt gab. Am unteren Ende finden sich Aktien von Infineon (ISIN DE0006231004/ WKN 623100) mit einem Abschlag von 2,8 Prozent wieder. Der Technologiekonzern hat am heutigen Montag die zweite Generation seiner embedded Power (ePower)-Bausteine vorgestellt. Volkswagen (ISIN DE0007664039/ WKN 766403) verlieren derweil 2,9 Prozent. Dabei gab der Automobilkonzern am Samstag bekannt, dass er mit einer umfassenden strukturellen und personellen Neuaufstellung seiner Strategie 2018 zusätzliche Schubkraft gibt. Der Aufsichtsrat hat den geplanten Maßnahmen bereits zugestimmt. Linde fallen als Schlusslicht um 3,4 Prozent zurück.
Aktien der Aareal Bank klettern an der Spitze des MDAX um 2,0 Prozent nach oben. GSW Immobilien und Deutsche Wohnen legen auf den folgenden Plätzen um jeweils rund 0,3 Prozent zu. Anteile von STADA Arzneimittel (ISIN DE0007251803/ WKN 725180) verlieren indes 2,5 Prozent. Der Pharmakonzern meldete heute, dass seine Vertriebsgesellschaften STADApharm GmbH, ALIUD PHARMA GmbH und cell pharm Gesellschaft für pharmazeutische und diagnostische Präparate mbH bei der zweiten Ausschreibungsrunde der Barmer GEK für in Deutschland bundesweit geltende Rabattverträge für Arzneimittel sehr erfolgreich waren. Als Schlusslicht bewegen sich TUI mit 6,9 Prozent im Minus.
Im TecDAX bewegt sich aktuell XING mit einem Aufschlag von 1,0 Prozent als einziger Wert im Plus. Auf dem zweiten und dritten Platz geben Software AG und SMA Solar jeweils rund 1 Prozent nach. Für Anteile von Nordex (ISIN DE000A0D6554/ WKN A0D655) geht es um 3,0 Prozent nach unten. Der Windturbinenhersteller gab heute bekannt, dass er sich den Auftrag für die Errichtung eines 47,5-MW-Windparks in der Türkei gesichert hat. Abschläge von über 4 Prozent müssen am unteren Ende Papiere von Carl Zeiss Meditec, SolarWorld und AIXTRON hinnehmen. Gigaset verlieren als schwächster Wert 6,8 Prozent.
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