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Nikkei 225

Typ: Index
WKN: 969244 / ISIN: XC0009692440
Land/Region: Japan
Sektor: Large-Caps

12:30 12.07.11

Börsen in Asien: Deutliche Verluste, Nikkei fällt unter 10.000 Punkte-Marke

Tokio (aktiencheck.de AG) - Vor dem Hintergrund der Sorgen bezüglich eines möglichen Übergreifens der europäischen Finanzkrise auf Italien und wegen Inflationssorgen in China tendierten die wichtigsten asiatischen Börsen heute schwächer. Der DAXglobal Asia, (ISIN DE000A0LLPW4/ WKN A0LLPW) der die 40 größten Werte des aufstrebenden Asiens beinhaltet, gibt aktuell um 1,54 Prozent nach auf 332,43 Zähler.

Die Märkte in Japan konnten sich heute der allgemein deutlich schwächeren Tendenz nicht entziehen und wiesen rote Vorzeichen aus. Dabei belasteten insbesondere Sorgen im Zusammenhang mit Italien. Der neunköpfige Geldpolitische Ausschuss der Bank of Japan (BoJ) beriet über seine weitere Geldpolitik und hat einstimmig entschieden, seine Geldpolitik unverändert fortzuführen. Dieser Beschluss bedeutet, dass der Satz für Tagesgeld in der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft bei 0,00 bis 0,10 Prozent und damit auf dem niedrigsten Niveau innerhalb der G7-Staaten verharrt. Volkswirte hatten diesen Ausgang der Ratssitzung bereits im Vorfeld erwartet. Ferner haben die Währungshüter infolge der Naturkatastrophe im März ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr auf 0,4 Prozent zurückgenommen, während sie zuvor mit einem BIP-Anstieg um 0,6 Prozent gerechnet hatten. Der Nikkei (ISIN XC0009692440/ WKN 969244) konnte am Ende die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Punkten nicht verteidigen und verabschiedete sich mit einem Verlust von 1,43 Prozent bei 9.925,92 Zählern in den Feierabend. Ein bisschen schlechter lief es noch beim breiter gefassten Topix, der schließlich um 1,49 Prozent auf 857,19 Stellen nachgab. Unter den Einzelwerten standen insbesondere auch Banktitel auf dem Verkaufszettel der Investoren. So verschlechterten sich beispielsweise Mitsubishi UFJ Financial um 2,9 Prozent. Gleichzeitig ging es für Toshiba (ISIN JP3592200004/ WKN 853676) um 2,1 Prozent nach unten. Norio Sasaki, President des zweitgrößten Elektronikkonzerns und Chip-Herstellers in Japan, verlautbarte heute, dass der Markt für Flash-Speicherchips im abgelaufenen Quartal vor dem Hintergrund einer saisonalen Nachfrageschwäche ein wenig zäh war. Trotzdem rechnet Sasaki im laufenden Quartal von Juli bis September und bis hin zum Weihnachtsgeschäft mit starken Verkaufszahlen für sein Unternehmen. Wie der Toshiba-President weiter mitteilte, gewinnt sein Unternehmen im Vergleich zum südkoreanischen Konkurrenten Samsung Electronics (ISIN US7960502018/ WKN 881823) Marktanteile im Bereich der Flash-Speicherchips. Allerdings warnte er davor, dass die Preise durch den Wettbewerb gedrückt werden können.

Der Gouverneursrat der indonesischen Notenbank hat seine Geldpolitik bestätigt und das Leitzinsniveau unverändert bei 6,75 Prozent belassen. Volkswirte hatten diesen Beschluss bereits im Vorfeld erwartet, nachdem die Inflation zuletzt zurückging und im Zielkorridor zwischen 4 und 6 Prozent blieb.

Die philippinischen Ausfuhren haben sich im Mai 2011 nach Angaben des nationalen Statistikamtes überraschend verringert. So schrumpften die Exporte binnen Jahresfrist um 3,2 Prozent, wogegen im April ein Plus von 19,1 Prozent ausgewiesen worden war. Volkswirte hatten hingegen mit einer Steigerung um 4,3 Prozent gerechnet. Im Vormonatsvergleich gaben die Ausfuhren um 4,6 Prozent ab, nach einem Rückgang um 1,2 Prozent im April.

Massive Kursverluste waren heute in China zu verzeichnen. Hier belasteten neben den Ängsten vor einer Ausweitung der europäischen Finanzkrise auf Italien auch noch Inflationssorgen. Der Shanghai Composite konnte sich mit einem Verlust von 1,72 Prozent auf 2.754,58 Punkte noch relativ gut behaupten. Deutlich härter erwischte es in Hongkong den Hang Seng (ISIN HK0000004322/ WKN 145733), der um 3,06 Prozent auf 21.663,16 Stellen einbrach. Die Papiere des nach Kundenzahlen weltgrößten Mobilfunkanbieters China Mobile verzeichneten einen unterproportionalen Abschlag von 2 Prozent, während es für die Anteilsscheine des Mischkonzerns Hutchinson um 2,7 Prozent nach unten ging. Bankwerte hatten einen sehr schweren Stand. So verschlechterten sich Bank of China, CCB, ICBC und HSBC zwischen 3 und 4 Prozent. Die Aktien des Internetunternehmens Tencent gaben um 3,2 Prozent nach.

In rot zeigt sich momentan ebenfalls der indische Leitindex SENSEX (ISIN XC0009698199/ WKN 969819). So verschlechtert er sich momentan um 1,66 Prozent auf 18.411,62 Punkte. Die Aktie des Erdgas- und Mineralölunternehmens ONGC rückt als bester Wert um 0,3 Prozent vor. Ganz oben auf dem Verkaufszettel der Investoren finden sich gleichzeitig die Papiere des IT-Unternehmens InfoSys mit einem Wertverlust von 4,3 Prozent wieder.

Nikkei 225 (Japan): 9.925,92 (-1,43 Prozent) TOPIX (Japan): 857,19 (-1,49 Prozent) Hang Seng (China): 21.663,16 (-3,06 Prozent) Shanghai Composite (China): 2.754,58 (-1,72 Prozent) Seoul Composite KOSPI (Südkorea): 2.109,73 (-2,20 Prozent) SENSEX (Indien): 18.411,62 (-1,66 Prozent) STI (Singapur): 3.077,36 (-1,28 Prozent) (12.07.2011/ac/n/m)

Quelle: ac

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