Börsen in Asien: Mehrheitlich im Plus, Abschläge in Japan
Tokio (www.aktiencheck.de) - Nach dem nun beschlossenen zweiten Rettungspaket für Griechenland zeigten sich die wichtigsten asiatischen Aktienmärkte am Dienstag mehrheitlich von ihrer freundlichen Seite. Der DAXglobal Asia (ISIN DE000A0LLPW4 / WKN A0LLPW), der die 40 größten Werte des aufstrebenden Asiens beinhaltet, verbessert sich momentan um 0,39 Prozent auf 346,11 Stellen.
Aus China wurden heute Zugewinne gemeldet. Die Laune der Investoren wurde dabei neben dem neuen Giechenland-Hilfspaket auch durch die geldpolitische Lockerung Chinas angehoben. Der Shanghai Composite kletterte zum Handelsende um 0,75 Prozent auf 2.381,43 Zähler nach oben. Positiv lief es auch in Hongkong beim Hang Seng (ISIN HK0000004322/ WKN 145733), der seine zwischenzeitlichen Verluste gegen Handelsende wieder wettmachen konnte und mit einem Zugewinn von 0,25 Prozent auf 21.478,72 Punkte aus dem Handel ging. Die wichtigsten Banktitel wiesen dabei einheitlich grüne Vorzeichen aus. So verteuerten sich CCB um 0,6 Prozent, während es für ICBC und Bank of China jeweils um 0,9 Prozent nach oben ging. HSBC konnten sogar einen Zugewinn von 1,3 Prozent ausweisen. Die Papiere des Börsenbetreibers HKEX verbesserten sich gleichzeitig um 0,3 Prozent. Für die Anteilsscheine des Internetunternehmens Tencent ging es allerdings um 0,5 Prozent nach unten, während China Life mit einem Abschlag von 0,4 Prozent ebenfalls nicht vom insgesamt positiven Trend profitieren konnten. Geely Auto fuhren mit einem Abschlag von 5 Prozent hinterher. Alibaba.com (ISIN KYG017171003/ WKN A0M5W0) schlossen auf Vortagesniveau. Der E-Commerce-Spezialist konnte im vierten Quartal mit einem Umsatzanstieg aufwarten. So lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 1,66 Mrd. Chinesischen Yuan (CNY) über dem Vorjahreswert von 1,52 Mrd. CNY. Unter anderem konnte man von höheren Nutzerzahlen bei seinen Portalangeboten und im Auktionshaus-Segment profitieren. Unter dem Strich wurde beim Nettogewinn nach Anteilen Dritter ein Rückgang auf 385,9 Mio. CNY verzeichnet, nach 410,4 Mio. CNY im Vorjahreszeitraum. Dabei hatten höhere Steuern das Ergebnis im Schlussquartal belastet.
Leicht negative Vorzeichen herrschten im heutigen Handel allerdings in Japan vor. Dabei litten die Indizes vor allem unter Gewinnmitnahmen. Der Leitindex Nikkei (ISIN XC0009692440/ WKN 969244) verschlechterte sich um 0,23 Prozent und ging bei einem Stand von 9.463,02 Stellen aus dem Handel. Für den breiter gefassten Topix ging es gleichzeitig um 0,33 Prozent auf 816,29 Zähler nach unten. Die gesamtwirtschaftliche Aktivität in Japan hat sich im Dezember 2011 erhöht. Dies gab das japanische Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie heute bekannt. Im Vormonatsvergleich kletterte der All-Industry-Index saisonbereinigt um 1,3 Prozent, wogegen für November 2011 ein Rückgang um 1,0 Prozent ermittelt worden war. Gegenüber dem Vorjahresmonat ging der Index um 0,5 Prozent zurück, nach einem Minus von 1,1 Prozent im November.
Die Großhandelsumsätze im Insel- und Stadtstaat Singapur haben sich im vierten Quartal 2011 reduziert. Wie das Statistikamt heute mitteilte, schrumpften die Großhandelsumsätze gegenüber dem Vorjahresquartal um 5,3 Prozent. Dagegen war das Umsatzniveau im dritten Quartal um 1,9 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorquartal gaben die Umsätze der Großhändler des Tigerstaats um 4,0 Prozent ab, nach einem Umsatzrückgang von 1,8 Prozent im dritten Quartal.
Nach dem gestrigen handelsfreien Tag zeigt sich der indische Leitindex SENSEX (ISIN XC0009698199/ WKN 969819) heute in guter Verfassung und legt zur Stunde um 0,76 Prozent auf 18.428,61 Stellen zu. Die Gewinnerliste im SENSEX wird dabei von den Papieren des Herstellers von Gas- und Dampfturbinen BHEL mit einem Aufschlag von 4,8 Prozent angeführt. Gleichzeitig trennen sich die Investoren bevorzugt von den Aktien des Kupferunternehmens Sterlite Industries, die mit einem Abschlag von 3,5 Prozent am Indexende notieren.