Wien (www.fondscheck.de) - Alea iacta est - die Würfel sind gefallen: Nach SEB musste auch die Credit Suisse die Reißleine ziehen und gab die Schließung des milliardenschweren offenen Immobilienfonds CS Euroreal (ISIN DE0009805002/ WKN 980500) bekannt, so die Experten von "FONDS professionell".
"Im Sinne der Gleichbehandlung aller Anleger können die eingegangenen Rückgabewünsche nicht bedient werden", heiße es in einer Aussendung der Schweizer Großbank vom Montag. Die Auflösungsperiode sei auf knapp fünf Jahre - bis 30. April 2017 - festgelegt worden. Eine erste Ausschüttung sei fü das 2. Kalenderhalbjahr, spätestens mit der regulären Ertragsausschüttung im Dezember, geplant.
Genauso wie zuvor beim SEB Immoinvest (ISIN DE0009802306/ WKN 980230) sei auch den Investoren des CS Euroreal erstmals nach zwei Jahren wieder angeboten worden, ihre Anteile zurückzugeben. Die für Rücknahmen zur Verfügung stehende Liquidität habe jedoch nicht ausgereicht, sage Karl-Heinz Heuß, Geschäftsführer der Credit Suisse Asset Management Immobilien KAG. "Das Votum der Anleger ist eindeutig: Die Rückgabewünsche haben die ursprünglichen Prognosen massiv überschritten. Auf dieser Basis gibt es keine Alternative zur Auflösung."
Das Volumen des CS Euroreal belaufe sich aktuell auf rund sechs Milliarden Euro. Die Credit Suisse schätze die Bruttoliquidität auf 32 Prozent. Die Immobilien sollten nun möglichst zügig, jedoch zu angemessenen Bedingungen veräußert werden. Das Ziel des Fondsmanagements sei es, Verkaufserlöse in einem in etwa halbjährlichen Turnus an die Anleger auszubezahlen. (22.05.2012/fc/n/s)
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