Freundliche Vorgaben der US-Börsen, nachbörslich gute Zahlen von Ebay und IBM sowie steigende Kurse in Asien hatten dem DAX schon am Morgen weiteren Auftrieb verliehen. Und dann war die Bilanz von Nokia ebenfalls besser als Analysten erwartet hatten.
Somit legte der DAX nach vier Tagen in Folge mit steigenden Kursen nochmals deutlich zu und kletterte bis zum Mittag um 1,1 Prozent auf 6.760 Punkte. Viele Marktteilnehmer fragen sich nun, wie nachhaltig diese Sommerrallye tatsächlich sein werde. Händlern zufolge sei der DAX mit mehr als 6.700 Zählern fundamental überbewertet.
Dies glaubt wohl auch die Mehrheit der kurzfristig orientierten Derivateanleger. Abermals wird an der Börse Stuttgart auf fallende Kurse gesetzt. Der Euwax Sentiment Index lag am Mittag bei minus 40 Punkten. Es waren also überwiegend Short-Zertifikate und Put-Optionsscheine auf den DAX gesucht.
Viele Börsianer beschäftigen sich in diesen Tagen mit der Deutschen Bank. Einem Zeitungsbericht zufolge wolle das Institut 1.000 Stellen im Investmentbanking streichen. Weltweit haben Großbanken derzeit unter dem schwachen Kapitalmarktgeschäft zu leiden. Außerdem drücken die Vorwürfe um Zinsmanipulationen auf die Stimmung in der Branche. Gestern gab es dann auch noch Spekulationen rund um eine mögliche Kapitalerhöhung bei der Deutsche Bank. Analysten zufolge sei die Kapitalausstattung des Instituts derzeit zwar ausreichend, im internationalen Vergleich aber nicht besonders üppig. Positive Quartalsergebnisse von Goldman Sachs und Bank of America ließen die Aktionäre dann hingegen wieder etwas aufatmen. Heute Mittag notierte die Deutsche-Bank-Aktie bei 25,84 Euro mit 0,7 Prozent im Plus. Privatanleger setzen weiter auf Calls. Am 31. Juli werden die aktuellen Quartalszahlen veröffentlicht. Im September wollen die neuen Chefs, Anshu Jain und Jürgen Fitschen dann ihre künftige Konzernstrategie vorstellen.
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