Spekulationen auf eine bevorstehende Ankurbelung der chinesischen Konjunktur haben die Börsen in Asien beflügelt und damit auch dem DAX Rückenwind verliehen. Chinesischen Regierungskreisen zufolge soll der Autoabsatz auf dem Land mit Zuschüssen angekurbelt werden. Zudem gibt es seit einiger Zeit Gerüchte um ein neues Infrastrukturprogramm.
Der DAX kletterte am Morgen zunächst um 1,4 Prozent auf 6.409 Punkte. Im weiteren Verlauf gab das deutsche Börsenbarometer aber wieder nach und pendelte nun bei 6.375 Zählern mit 0,8 Prozent im Plus.
Die kritische Situation um die Banken in Spanien bremste den Aufwärtstrend erneut aus. Wie informierte Kreise berichten, habe der Sektor derzeit einen Gesamtbedarf von mehr als einhundert Milliarden Euro. Das angeschlagene Finanzinstitut Bankia soll nun offenbar mit Hilfe neuer Schulden rekapitalisiert werden. Die Zahlungen für den maroden Sparkassenkonzern würden in mehreren Tranchen fließen. Dafür soll der Banken-Restrukturierungsfonds Frob oder das Budget des Finanzministeriums angezapft werden. Es sei aber eher unwahrscheinlich, dass der Staat direkt Anleihen für das Geldhaus aufnehmen werde. Bankia benötigt nach aktuellen Angaben angeblich rund 23,5 Milliarden Euro, um zu überleben.
Italien muss Anlegern für seine Staatsanleihen wieder mehr Rendite bieten. Eine heutige Auktion spülte zwar die gewünschten 8,5 Milliarden Euro in die Kassen. Allerdings lag die Durchschnittsrendite für Papiere muit sechsjähriger Laufzeit bei 2,104 Prozent und damit auf dem höchsten Niveau seit dem Dezember 2011. Zuletzt hatte Italien Anleger für diese Bonds 1,772 Prozent Rendite anbieten müssen.
Der Euro notierte am Mittag mit 1,2525 US-Dollar nur leicht über seinem kürzlich erreichten Zweijahrestief.
Der Euwax Sentiment Index pendelte in den Mittagsstunden nahe der Nulllinie. Ein klarer Mehrheitstrend war in Bezug auf den DAX in dieser Marktphase also kaum ablesbar.
Unterdessen schwelt der Atomkonflikt mit dem Iran weiter vor sich hin. Das Thema rückt nun wieder stärker in den Fokus, da sich vor der nächsten Verhandlungsrunde Mitte Juni bisher keine entscheidenden Fortschritte abzeichnen. Der Iran steht seit Jahren im Verdacht, unter dem Deckmantel eines Energiegewinnungsprogramms Atomwaffen zu entwickeln. Die Führer des Landes weisen die Vorwürfe des Westens jedoch zurück und beharren ihrerseits auf das Recht, die Atomkraft zivil nutzen zu können. Dadurch sind die Händler an den Ölmärkten entsprechend nervös. Ein Fass Öl der Sorte WTI zur Auslieferung im Juli kostete am Mittag 91,15 US-Dollar. Der entsprechende Future der Sorte Brent notierte bei 106,84 US-Dollar. An der Euwax sind in diesen Tagen vor allem endlos laufende Partizipationszertifikate auf die Sorte Brent gefragt. Dabei konzentrieren sich Anleger vor allem auf währungsgesicherte Quanto-Zertifikate.
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Dividenden: DAX-Konzerne 2013
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