Die mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktzahlen haben den Finanzmärkten am Freitag nachmittag nur wenig neue Impulse geben können. Mit 157.000 neugeschaffenen Stellen lag die Zahl sehr nahe an der Konsenserwartung von 160.000. Interessant ist jedoch, dass die Zahlen für November und Dezember deutlich nach oben revidiert wurden. Die Arbeitslosenquote ist auf von 7,8 auf 7,9 Prozent gestiegen. Damit gebe es bis auf Weiteres keinen Grund, eine Zinswende von Seiten der US-Notenbank zu befürchten, sagten Analysten.
Der DAX sprang nach den Zahlen um rund zwanzig Punkte und liegt bei 7824 Punkten, das ist ein Plus von 0,6 Prozent. Auch für den US-Markt deuten die Futures zur Handelseröffnung Aufschläge in ähnlicher Größenordnung an. Der Euro hat seine Gewinne noch einmal leicht ausbauen können und liegt bei 1,3660, das ist der höchste Stand seit November 2011.
Der deutsche Aktienmarkt begrüßte heute den ersten Börsengang des neuen Jahres. Mit LEG Immobilien ging ein Wohnungskonzern an den Markt, der mit einer Marktkapitalisierung von mehr als zwei Milliarden Euro als potenzieller Kandidat für den MDAX gilt. Die Aktien wurden zu 44 Euro platziert und damit in der Mitte der Preisspanne von 41 bis 47 Euro. Der erste Börsenkurs lag bei 44,50 Euro, am Nachmittag ist das Papier allerdings auf 43,91 Euro zurückgefallen. Die beiden bisherigen Eigentümer von LEG, Goldman Sachs und der Finanzinvestor Perry Capital haben im Rahmen des Börsengangs gut 1,3 Milliarden Euro eingenommen und halten künftig noch 43 Prozent der Aktien.
Der Gewinner von gestern ist auch heute einer der Wert mit den größten Aufschlägen im DAX: Infineon. Nach den Quartalzahlen und dem soliden Ausblick für 2013 stufen heute einige Analysten das Papier hoch: So setzt Jefferies das Kursziel auf 7,94 Euro, Barclays sogar auf 8,20 Euro. Die Infineon-Aktie gewinnt 2,5 Prozent.
Porsche hat sich mit den klagenden Hedgefonds geeinigt, die Verfahren vor einem New Yorker Gericht zu beenden. Beobachter erwarten allerdings, dass die Klagen wegen Marktmanipulation in Zusammenhang mit der geplatzten Übernahme von VW demnächst vor deutschen Gerichten fortgesetzt werden könnten. Die Vorzüge von Porsche gewinnen 2,4 Prozent.
Das Euwax Sentiment schwankt heute zunächst ziemlich stark, was anzeigt, dass die Derivateanleger sich vor den US-Arbeitsmarktzahlen mit einer klaren Positionierung zurückhielten. Am Nachmittag entschied sich das Barometer dann aber für den positiven Bereich. Dies zeigt an, dass Anleger verstärkt bullish agierten.
Bei den Knock-Outs nehmen Anleger Gewinne in einem Call auf die MAN-Aktie mit. Gekauft werden dagegen Calls auf E.ON und Gerresheimer Glas. Bei den Optionsscheinen fällt ein Call auf die Aktie von Google auf, der nach einer Kaufempfehlung gesucht ist.
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Dividenden: DAX-Konzerne 2013
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