Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt: Heute vormittag war die Aktie von SAP noch größter Tagesverlierer. Offenbar fürchteten einige Anleger eine Gewinnwarnung. Solche Gerüchte sehen wir öfter bei den Walldorfern und häufig erwiesen sich sich als unbegründet. So auch heute: Am frühen Nachmittag schickte SAP seine Zahlen über den Ticker und begeisterte die Börse mit einem Rekordquartal. Der Lizenzumsatz stieg um 26 Prozent und übertraf damit die Erwartungen der Analysten deutlich. Das Betriebsergebnis stieg immerhin noch um 15 Prozent. Die Aktie, die heute morgen noch drei Prozent im Minus gelegen hatte, setzte sich nach diesen Zahl an die Spitzenposition im DAX und liegt gegen 16.15 Uhr mit 2,1 Prozent im Plus.
Weniger dramatisch war die Entwicklung am Gesamtmarkt. Der DAX konnte sich auch am Nachmittag nicht von seinen Verlusten befreien. Größte Verlierer sind Deutsche Börse und Deutsche Bank mit Abschlägen von rund drei Prozent.
Die US-Märkte beginnen den Handelstag mit Verlusten. Der Dow Jones verliert 0,7 Prozent, der Nasdaq Composite sogar 1,3 Prozent. Dabei war die Zahl der Anträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche so niedrig wie seit 2008 nicht mehr. Allerdings werten einige Experten diese Zahlen so, dass viele Amerikaner sich gar nicht mehr arbeitssuchend melden würden, weil sie die Hoffnung auf einen Job bereits aufgegeben hätten. Weiter unter Druck steht der Euro. Mit 1,2180 fiel er gegenüber dem US-Dollar heute auf den tiefsten Stand seit Mitte 2010.
In weite Ferne rückt die Übernahme von Rhön-Klinikum durch Fresenius. Nachdem der erste Versuch gescheitert war, will Fresenius weitere Möglichkeiten prüfen. Nun aber schreibt die FTD, dass neben dem Konkurrenten Asklepios auch die Sana-Kliniken Anteile an Rhön-Klinikum gekauft haben und damit die Übernahme boykottieren können. Die Satzung von Rhön sieht vor, dass wichtige Entscheidungen mit einer Mehrheit von 90 Prozent gefällt werden müssen. Diese Klausel hatte sich Rhön-Gründer Münch ausbedungen, um mit den vom ihm gehaltenen 12 Prozent der Anteile eine Sperrminorität zu haben. Nun wird sie jedoch zum Eigentor: Denn Münch will verkaufen, aber seine Konkurrenten haben sich Pakete gesichert, mit denen sie die 90-Prozent-Regelung für sich nutzen könnten. Nun kann wohl nur noch eine Lösung am runden Tisch die Übernahme retten. Fresenius verlieren 0,6 Prozent, Rhön-Klinikum liegen bei einem Minus von 2,3 Prozent.
Die Stimmung der Euwax-Anleger bleibt weiterhin sehr wechselhaft wie das Wetter. Erneut hat das Euwax Sentiment im Handelsverlauf mehrfach das Vorzeichen gewechselt und liegt am Nachmittag wieder im positiven Bereich.
Gefragt sind bei den Knock Outs ein Put auf den Schweizer Aktienindex SMI, der von einem Börsenbrief empfohlen wurde. Auch ein Put auf den Eurostoxx 50 steht auf der Kaufliste.
| DAX | MDAX | SDAX | TecDAX | EuroStoxx |
| Dow Jones | Nasdaq | Gold | Silber |
| Apple | Commerzbank |
Bekannteste Goldmünzen
Dividenden: DAX-Konzerne 2013
Die 15 teuersten Privatjets