Enttäuscht von den schwachen BIP-Daten haben sich Anleger am Dienstag wieder von Aktien getrennt und den DAX auf Talfahrt geschickt. Bis auf 5.849 Punkte ging es im Tagestief nach unten, um die Mittagszeit beträgt das Minus zwei Prozent oder 123 Punkte auf 5.897 Zähler.
Das deutsche Bruttoinlandsprodukt hat im zweiten Quartal nur um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal zugelegt, das Wachstum des ersten Quartals wurde zudem von 1,5 auf 1,3 Prozent nach unten korrigiert. Am deutschen Aktienmarkt stehen um die Mittagszeit 29 Verlierer einer Gewinneraktie gegenüber. Nur die E.ON Aktie kann von einem positiven Kommentar von Goldman Sachs profitieren und legt leicht zu. Die US-Börsen werden vermutlich ebenfalls schwächer in den Handel starten; die US-Futures sind vorbörslich im Minus zu finden.
Im Fokus steht heute das Treffen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy in Paris. Die beiden wollen am Nachmittag über eine bessere wirtschaftspolitische Steuerung der Eurozone reden. Die inzwischen heftig diskutierte Einführung von Eurobonds stehe dagegen nicht auf der Agenda, hieß es. Dennoch wird das Thema am Markt heftig diskutiert.
Wenig Bewegung ist heute am Devisenmarkt zu sehen. Der Euro notiert gegenüber dem US-Dollar knapp unter 1,44 US-Dollar, für einen Euro bekommt man heute 1,12 Schweizer Franken. Mit Calls setzen Anleger auf einen weiteren Anstieg der Gemeinschaftswährung gegenüber dem Schweizer Franken. Bei Engagements auf Devisenpaar Euro / US-Dollar ist aktuell kein klarer Anlegertrend zu erkennen.
Antizyklisch lautet einmal mehr die Devise der kurzfristig orientierten Anleger. Mit Call Optionsscheinen und Knock-out Calls setzen sie auf eine kleine Erholung des DAX. Puts werden nach dem Kursrückgang versilbert.
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