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10:41 27.04.12

GfK: Konsumklima in Deutschland trübt ein

Nürnberg (www.aktiencheck.de) - Die Verbraucherstimmung in Deutschland zeigt sich im April gespalten. Während die gesamtwirtschaftlichen Aussichten optimistischer gesehen werden, verlieren die Einkommenserwartungen auf hohem Niveau leicht. Die Anschaffungsneigung muss deutlichere Verluste hinnehmen. Dies gab die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) am Freitag bekannt.

Der Gesamtindikator prognostiziert für Mai 2012 einen Wert von 5,6 Punkten, nach revidiert 5,8 Zählern im April. Damit geht das Konsumklima zum zweiten Mal in Folge zurück. Damit geht das Konsumklima zum zweiten Mal in Folge zurück.

Dennoch werden die Konsumausgaben der privaten Haushalte in diesem Jahr eine wichtige Stütze für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung bleiben. Vor dem Hintergrund einer möglichen schwächeren Entwicklung der Exporte ist dies umso wichtiger, um eine Rezession in der Bundesrepublik zu verhindern. Ausgehend davon, dass sich der Arbeitsmarkt weiter so positiv entwickelt, wie derzeit prognostiziert, ist davon auszugehen, dass sich das Konsumklima in den kommenden Monaten insgesamt stabil entwickeln kann. Ein Einbruch ist nicht zu befürchten. Deshalb bekräftigt die GfK ihre Jahresprognose von einem Zuwachs des realen privaten Konsums in Höhe von einem Prozent. Dies setzt allerdings voraus, dass die Finanz- und Schuldenkrise nicht wieder neu entflammt, sondern sich die Beruhigung weiter fortsetzt.

In den Köpfen der Verbraucher setzt sich offenbar die Erkenntnis durch, dass in Deutschland eine Rezession verhindert werden kann und die Auftriebskräfte im Inland zunehmend die Oberhand gewinnen. Folglich legt die Konjunkturerwartung zum zweiten Mal in Folge zu. Im Gegensatz dazu lassen steigende Inflationsängste den Konsumoptimismus etwas schwinden, wie der Rückgang der Anschaffungsneigung belegt. Die Verbraucher sehen ihre Kaufkraft vor allem durch die steigenden Energiepreise beeinträchtigt. Dies zeigt der leichte Rückgang der Einkommenserwartung.

Im Einzelnen erhöht sich der Index der Konjunkturerwartung um 1,3 auf 8,5 Zähler. Dagegen verliert der Indikator der Einkommenserwartung 1,3 Punkte auf 33,0 Zähler. Der Indikator für die Anschaffungsneigung fällt um 11,0 Punkte auf 27,6 Zähler. (27.04.2012/ac/n/m)


Quelle: ac

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