15:52 16.05.12 Kurzfrist-Trader Wochenstrategie: Eindeutige Signale noch Mangelware
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Rosenheim – Nachdem die Charttechnik gegenwärtig keine eindeutigen oder nur bedingt brauchbare Signale liefert und die fundamentale Datenlage wenig hergibt (langsamere Konjunktur, politische Unsicherheit), werden uns die Schaukelbörsen vorerst erhalten bleiben. Zugenommen hat die Volatilität, was auf größere Kursausschläge und ein nervöses Marktumfeld hindeutet. Jedoch scheint ein scharfer Rücksetzer derzeit nicht bevorzustehen. Richtig aufwärtsgehen will es vorläufig aber auch nicht. Eigentlich würden die Börsen gerne in den Erholungsmodus schalten. Doch kaum geht es kurzfristig voran, stehen bereits wieder Gewinnmitnahmen auf dem Programm. Die positiven Nachrichten sind dünn gesät. Und die Wirkung der alten guten Meldungen, wie respektablen Unternehmensgewinnen, entfaltet derzeit keine Durchschlagskraft. Wenn man überlegt, dass noch vor wenigen Monaten von Untergang und Crash die Rede war, sollte man jetzt die Kirche im Dorf lassen und nicht zu viel verlangen.
Bevor wir uns neu auf der Hausse-Seite engagieren, möchten wir die überfälligen technischen Signale sehen. Für zügig wieder steigende Kurse bedarf es einer wirklich großen positiven Überschrift, die gegenwärtig (noch) nicht in Sicht ist. Generell trauen wir den Börsen jedoch (noch) keine großen Fortschritte zu. Insofern bleiben wir vorsichtig und handeln nur kleine Positionen, die wir relativ rasch glattstellen. Im Endeffekt läuft die gegenwärtige Lage auf einen unsicheren Seitwärtstrend hinaus. Das im Kurzfrist-Trader beschriebene große Bild bleibt wie es ist. Mittelfristig scheinen sich die Aussichten gebessert zu haben. Doch die Indizes sind bis zu ihren Gipfeln von einer ganzen Reihe teils massiver Widerstände durchzogen, also ein steiniger Weg aufwärts. Im April/Mai hat sich gezeigt, dass die Dynamik bislang nicht ausreicht, um das Kursniveau nachhaltig aufwärts zu tragen. Nach unten scheinen die Indizes durch verschiedene solide Haltezonen ganz ordentlich abgesichert zu sein. Es bleibt bei unserem Fazit:
Bulle und Bär werden sich immer wieder gegenseitig neutralisieren. Wir gehen dennoch davon, dass im Laufe des Monats eine Erholung einsetzt. Diese dürfte dabei zuerst Chancen für Calls und anschließend für Puts eröffnen, denn über die tendenziell schwachen Sommermonate August und September ist eher erneut mit einer schwachen Börse zu rechnen.
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Quelle: bv