12:17 25.06.12 ROUNDUP/Aktien Asien: Verluste - Wachstumssorgen halten an
HONGKONG/MUMBAI/SHANGHAI/SINGAPUR/TOKIO (dpa-AFX) - Die asiatischen Börsen haben am Montag fast durch die Bank an ihre jüngsten Verluste angeknüpft. Als Grund sahen Experten die anhaltenden Wachstumssorgen, die insbesondere bei den konjunktursensiblen Bergbauwerten auf die Kurse drückten. Nach den zuletzt durchgängig schwachen Konjunkturzahlen sei die Frage, wie viele Jahre das unterdurchschnittliche Wachstum anhalten werde, sagte ein Aktienstratege.
Der MSCI Asia Apex 50, der die Aktienkurse der 50 größten Unternehmen Asiens exklusive Japan abbildet, weitete seine Verluste aus und sank um 1,16 Prozent auf 753,70 Punkte. Ähnlich sah die Entwicklung bei den anderen Indizes aus. An den zwischenzeitlich uneinheitlichen chinesischen Börsen ging es letztlich unisono nach unten: Der CSI 300 Index, der die Aktien der 300 größten Unternehmen vom chinesischen Festland mit einer Börsennotierung in Shanghai oder Shenzhen enthält, sank um deutliche 2,22 Prozent auf 2.456,22 Punkte. Die US-Bank Citigroup hatte zuvor ihre Wachstumserwartungen für das Land gesenkt. Der Hang-Seng-Index in Hong Kong verlor 0,51 Prozent auf 18.897,45 Punkte zu. Der Kospi-Index in Seoul fiel um 1,19 Prozent auf 1.825,38 Punkte zurück. Zu den Verlierern gehörten die Papiere des südkoreanischen Technologiekonzerns Samsung Electronics : Sie büßten mehr als vier Prozent ein, nachdem bekannt geworden war, dass ein Smartphone des neuen Modells Galaxy S III Feuer gefangen haben soll.
In Singapur ging es für den FTSE Straits Times Index um 0,45 Prozent auf 2.815,26 Punkte nach unten. Auch der Sensex in Mumbai konnte sich nur zwischenzeitlich dem Abwärtstrend entziehen und büßte zuletzt 0,65 Prozent auf 16.861,80 Punkte ein. Zunächst hatte das Börsenbarometer noch von der Nachricht über geplante Stützungsmaßnahmen für die Landeswährung und Meldungen aus Regierungskreisen profitiert, wonach es Ausländern in Zukunft erlaubt werden könnte, mehr indische Wertpapiere zu kaufen als bisher.
Der japanische Nikkei-225-Index schloss 0,72 Prozent schwächer bei 8.734,62 Punkten. Für den breit gefassten Topix ging es um 0,76 Prozent auf 745,22 Punkte bergab. Als zusätzliche Belastungsfaktoren sahen Marktexperten den vor einer wichtigen Abstimmung wachsenden Widerstand innerhalb der Regierungspartei gegen Steuererhöhungen. Zudem drücke der stärkere Yen auf die Exportwirtschaft. Entsprechend gaben die Titel des Autobauers Nissan Motor um 2,67 Prozent nach. Die Aktien des stark in China engagierten Roboterherstellers Fanuc verbilligten sich um mehr als anderthalb Prozent, und die Titel des Baumaschinenherstellers Komatsu verloren knapp drei Prozent./gl/rum
Quelle: dpa
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