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11:06 09.06.16

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Trübe Gemengelage schickt Dax auf Talfahrt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax ist am Donnerstag mit weiteren Verlusten in den Handel gestartet. Als Belastung sahen Händler den schwachen japanischen Aktienmarkt. Auch von der Wall Street kam keine Unterstützung. Zuletzt sank der deutsche Leitindex um 1,26 Prozent auf 10 087,97 Punkte. Nach einem freundlichen Wochenbeginn war ihm schon am Mittwoch der Schwung ausgegangen.

Der Start der Unternehmensanleihen-Käufe durch die Europäische Zentralbank am Vortag habe den europäischen Märkten keinen positiven Schub geben können, sagte Analyst Michael Hewson von CMC Markets UK. Dies und der hohe Eurokurs trübten die Stimmung. Ein Händler verwies auf einen Artikel im "Wall Street Journal", demzufolge US-Starinvestor George Soros in Erwartung wirtschaftlicher Turbulenzen auf fallende Kurse setzt.

Der Bernecker-Börsenbrief "AB-Daily" erinnerte an einen weiteren Grund für die jüngste Wankelmütigkeit des Dax: Bis zum britischen Referendum über einen EU-Verbleib in zwei Wochen sei der Index "zwischen Angst und realistischer Einschätzung" gefangen. "Nur ein neuer Dow-Jones-Rekord könnte ihn aus dieser Zwangslage befreien", glauben die Experten. Davon ist der US-Leitindex allerdings noch über 300 Punkte oder knapp zwei Prozent entfernt.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor vor diesem Hintergrund am Donnerstagvormittag 0,90 Prozent auf 20 636,63 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax gab um 1,27 Prozent nach auf 1676,82 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 1,14 Prozent auf 2985,21 Zähler bergab.

ANALYSTENKOMMENTARE BEWEGEN RWE UND GERRESHEIMER

Bei den Unternehmen sorgten Analystenkommentare für Kursausschläge. Bei Dax-Spitzenreiter RWE konnten sich die Anleger über ein Plus von 0,41 Prozent freuen, nachdem das Analysehaus Raymond James die Aktien des Versorgers hochgestuft hatte und nun zum Kauf empfiehlt. Damit setzten sie ihre Erholungsbewegung fort.

Die Aktien des Verpackungsspezialisten Gerresheimer gehörten dagegen mit minus 2,55 Prozent zu den größten Verlierern im MDax, nachdem das Investmenthaus Mainfirst Händlern zufolge seine Kaufempfehlung gestrichen hatte.

VW MIT MARKT SCHWACH NACH NEGATIVEM BERICHT

Die Vorzugsaktien von Volkswagen verloren nach einem Medienbericht mit dem Markt 0,91 Prozent und knüpften damit an die schwache Vortagsentwicklung an. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittle im Abgas-Skandal wegen möglicherweise verschwundener Dokumente gegen einen Mitarbeiter des Autobauers, berichten NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung". Er soll vor Bekanntwerden der Diesel-Manipulationen im vergangenen September Kollegen indirekt aufgefordert haben, Dokumente und Daten zu löschen. Ein VW-Sprecher wollte sich mit Hinweis auf die laufenden Untersuchungen nicht zu dem Bericht äußern. Zumindest für die Stimmung gegenüber der Aktie sei die Nachricht negativ, kommentierte ein Händler.

Am Nachmittag rücken noch die Aktien der Deutschen Telekom und des Medienkonzerns Axel Springer in den Fokus. Denn dann findet die Pressekonferenz der Deutschen Fußballliga zur Vergabe der Medienrechte ab der Bundesliga-Saison 2017/18 statt. Die Telekom-Titel gehörten zunächst mit minus 2,97 Prozent zu den größten Dax-Verlierern, Axel Springer gaben im MDax um 1,31 Prozent nach.

DIVIDENDENABSCHLAG LÄSST EON UND RHÖN SCHWACH AUSSEHEN

Eon-Aktien verloren 7 Prozent. Schuld an der roten Laterne im Dax war aber vor allem der Dividendenabschlag von 0,50 Euro je Aktie. Auch beim Klinikbetreiber Rhön-Klinikum und beim Technologiekonzern Jenoptik sorgte vor allem der Dividendenabschlag für optisch schwache Kurse./gl/das



Quelle: dpa


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Performance: Dax-Aktien 2016

Platz: 30
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Von 8,93 auf 6,79 Euro
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