Rosenheim (boerse.de) - In den USA wird die Zulassung eines Diamanten-ETF vorbereitet. Voraussetzung dafür ist, dass die Edelsteine standardisiert werden können. Bislang werden ETFs nur mit Edelmetallen besichert, da diese einheitliche Merkmale aufweisen. Diamanten hingegen verfügen über einzigartige und nicht vergleichbare Eigenschaften. Jeder Brillant unterscheidet sich durch Schliff, Einschlüsse und Farbtöne von anderen.
Um Diamanten-ETFs auf den Markt bringen zu können, werden aber „Standarddiamanten“ benötigt. Das US-Unternehmen GemShares entwickelt zurzeit eine einheitliche Systematik, die es erleichtern soll, Diamanten objektiv zu bewerten. Kriterien hierfür sind die so genannten 4 C (Carat, Collar, Clarity und Cut).
Die Diamanten werden nach diesem System, das das Gewicht in Karat, die Brillanz, den Schliff und Besonderheiten wie Einschlüsse bewertet, in zehn Tranchen untergliedert, die jeweils eine vergleichbare Qualität und einen ähnlichen Wert wiedergeben.
Der internationale Diamantenmarkt gilt als wenig liquide und transparent. Dennoch halten Experten die Nachfrage nach Diamanten-ETFs für hoch, da hierdurch ein neues Rohstoffprodukt entsteht, das keine unmittelbare Korrelation zum Goldmarkt zeigt. Die Zulassung des ersten Diamanten-ETF wird für Mitte 2013 erwartet.
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