20:00 05.02.13 boerse.de informiert: Euro im Fokus - Die Krux mit der zu starken Währung
Rosenheim (
BAC-Börsen-Ausblick) - Nachdem
der Euro im noch jungen Jahr 2013 fast nur den Weg nach oben kannte und an relativer Stärke gegenüber den wichtigsten Währungen der Welt gewann, erlebte die europäische Gemeinschaftswährung im gestrigen Handel einen Dämpfer. Dennoch:
Der Euro könnte in den kommenden Wochen und Monaten weiteren Auftrieb erhalten, was insbesondere die deutschen Exporteure nicht so sehr erfreuen dürfte. Denn die sind darauf angewiesen dass der Euro-Kurs nicht aus dem Ruder läuft, da sich sonst ihre Exporte stark verteuern würden. Aber das Leben ist ja bekanntlich kein Wunschkonzert – zumal dem Euro einige Aspekte in Sachen Aufstieg zugute kommen. Im Detail:
Abwertungswettlauf drohtWährend die US-Notenbank Federal Reserve, die Bank of England und die Bank of Japan die Geldschleusen weit aufgemacht haben und fleißig Geld drucken, könnte insbesondere der Euro davon profitieren und an relativer Stärke gewinnen.

Einige Wirtschaftskommentatoren nehmen da schon das böse Wort vom „Währungskrieg“ in den Mund. Denn bei einem fallenden
Wechselkurs, werden die Waren und Dienstleistungen heimischer Unternehmen im Ausland billiger, was die heimische Wirtschaft ankurbeln kann. Dabei hatte insbesondere die neue japanische Regierung um den neuen Ministerpräsidenten Shinzo Abe den Stein ins Rollen gebracht:
Die neue Regierung übt massiven Druck auf die Zentralbank aus, um endlich gegen den starken Yen und das schwache Wirtschaftswachstum anzukämpfen. In diesem Fall scheint es mit der Unabhängigkeit der Notenbanker nicht weit zu sein. Damit dürfte der Diskussion um mögliche Wechselkursmanipulationen beim kommenden Treffen der Finanzminister der G20-Staaten am 15. Februar eine größere Bedeutung zukommen.
Rückkehr des KapitalsGleichzeitig bekommt der Euro weiteren Auftrieb dadurch, dass die europäische Politik und die Europäische Zentralbank (EZB) es geschafft haben Maßnahmen zu ergreifen, die das Risiko eines Auseinanderfallens der Eurozone deutlich gemindert haben. Zwar ist die Euro-Krise längst noch nicht nachhaltig gelöst worden, jedoch hat das erhöhte Vertrauen der Finanzmarktteilnehmer dazu geführt, dass zuvor abgeflossenes Kapital, den Weg nach Europa zurückfindet.
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