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Rosenheim – Die Chart- und Markttechnik signalisiert, dass bei den Aktienindizes nicht allzu viel Platz abwärts besteht, selbst wenn die Tendenz wackelig bleiben sollte, womit zu rechnen ist. Im Zuge der jüngsten Baisse-Attacken sind die für den KFT maßgebenden Aktienindizes allesamt in die Nähe wichtiger Haltezonen abgerutscht oder befinden sich auf dem Weg dorthin. Negativ zu vermerken ist zweifellos, dass die seit Jahresanfang gültigen Aufwärtstrends dabei teilweise, wie bspw. beim Euro Stoxx 50, unterkreuzt wurden. Vom gegenwärtigen Niveau aus scheint demnach noch etwas Platz abwärts zu sein, allerdings sollte die Kraft der Bären nicht überschätzt werden. Denn die in Reichweite liegenden Unterstützungen können als relativ solide beziffert werden. Zudem sind die Märkte ansatzweise überverkauft, aber noch nicht deutlich genug, um schon wieder merklich höhere Kurse zu generieren. Dazu bedürfte es noch zwei bis drei schwächerer Börsentage inklusive neuer Monatstiefs.
Das große Bild vermittelt auf den ersten Blick aber noch einen günstigen Eindruck. Fast alle größeren Börsenbarometer notieren über ihren 200-Tage-Linien, so der Dow Jones, der Standard & Poors 500, der Nasdaq 100, der SMI (Schweiz) und natürlich die deutschen Aktienindizes Dax, MDax sowie TecDax. Das heißt, die Rücksetzer bewegen sich noch im Rahmen einer normalen Korrektur. Der Test der langfristigen Durchschnittslinien wäre eine günstige Ausgangsbasis/ Boden für eine deutliche Kurserholung im Laufe der kommenden Wochen – schwacher Sommer hin oder her. Allerdings hat es aus Sicht des KFT keinen Sinn, auf eine Art Wunder zu hoffen. Es ist nicht die Zeit großer Visionen, sondern eine kleiner Brötchen. Vor diesem Hintergrund ist es ratsam, (noch) Vorsicht walten zu lassen.
Der Kurzfrist-Trader mag nicht unpopuläre Zweifel säen oder den „Schwarzseher vom Dienst“ geben, zumal in den schwachen Sommermonaten sowieso mit einem eher verhaltenen Verlauf zu rechnen ist. Wir halten unsere laufenden Engagements daher vorerst weiter klein und legen uns sowohl mit Kauf- als auch Stop-Buy-Limit an entscheidenden charttechnischen Schlüsselstellen auf die Lauer. Insofern gilt es, sich für steigende wie für fallende Kurse zu wappnen. Vorerst setzt der KFT unter Schwankungen auf höhere Kurse.
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