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Berkshire Hathaway

Es klingt paradox: Der teuerste Fehlgriff des besten Investors der Welt, Warren Buffett, ist gleichzeitig die wertvollste Aktie auf dem Globus. Gemeint ist selbstverständlich Berkshire Hathaway, dessen A-Anteile mittlerweile sechsstellig notieren. Hinter dem Investmentvehikel von Warren Buffett liegt eine  beispiellose Erfolgsgeschichte – und das letzte Kapitel ist noch längst nicht aufgeschlagen. Angefangen hatte jedoch alles denkbar ungünstig. 

Berkshire Hathaway Aktie

Historie von Berkshire Hathaway


Berkshire Hathaway geht ursprünglich auf die im Jahr 1889 gegründete Textilfabrik Berkshire Cotton Manufacturing zurück. 1962 begann Warren Buffett, der damals ein Vermögen von rund sieben Millionen Dollar verwaltete, Anteile zu erwerben. Seinerzeit richtete sich der Investor noch ausschließlich nach den strikten Regeln seines Mentors Benjamin Graham, Berkshire Hathaway notierte vermutlich unter Buchwert. Im Jahr 1964 bot der damalige Chef der Textilfabrik, Seabury Stanton, per Handschlag an, Aktien zum Preis von 11,50 Dollar zurückzukaufen. Im offiziellen Angebot verringerte Stanton jedoch den Kurs. Buffett, dem schon immer Integrität und Ehrlichkeit viel bedeuteten, erboste dies so sehr, dass der damals 35-Jährige die Mehrheit der Anteile an Berkshire Hathaway übernahm, um den wortbrecherischen Chef feuern zu können. Zu diesem Zeitpunkt war das Textilgeschäft allerdings bereits in einem sehr schlechten Zustand.

Berkshire Hathaway: Ein brillanter "Fehlgriff" von Buffett


Buffett war von seiner eigenen Brillanz jedoch selbst so überzeugt, dass er glaubte, auch ein miserables Geschäft auf die Erfolgsschiene bringen zu können. Das überrascht wenig, denn der Investor hatte es ja bereits im Alter von 30 Jahren zum mehrfachen Millionär geschafft. Der heutige Multimilliardär gab diese Selbstüberschätzung in einem Interview mit dem Sender CNBC auch später selbst zu. Dass Berkshire Hathaway ein Fehlgriff war, erkannte Buffett aber doch recht schnell. 1967 kaufte der Investor die ersten beiden Versicherungsgesellschaften, die zum eigentlichen Kern von Berkshire Hathaway ausgebaut wurden. Dafür gab es einen simplen Grund: Die Versicherungsprämien sorgten für einen ständigen Barmittelzufluss, der nur darauf wartete, von Buffett gewinnbringend angelegt zu werden. Von nun an war der Investor nicht mehr darauf angewiesen, aktiv Gelder einzuwerben.

Warren Buffett hält an Berkshire Hathaway fest


Trotzdem hielt Super-Investor Warren Buffett auch das Textilgeschäft noch 20 Jahre lang aufrecht, vorwiegend aus Pflichtgefühl gegenüber den Mitarbeitern. Berkshire Hathaway war damals der größte Arbeitgeber der Region. Hätte sich der heutige Milliardär von Anfang an auf das Versicherungsgeschäft konzentriert, wäre sein Investmentvehikel heute nach eigenen Angaben doppelt so viel wert.

Berkshire Hathaway Value-Investing á la Warren Buffett


Die Hausse im Jahr 1969 hatte Warren Buffett veranlasst, seinen Fonds aufzulösen, da zu diesem Zeitpunkt seine Schnäppchen-Strategie nicht mehr funktionierte. Stattdessen konnten die Investoren ihre Anteile in Aktien von Berkshire Hathaway umtauschen. Es folgte ein fünfjähriger Bärenmarkt, gegen dessen Ende sich Buffett in der Zeitschrift Forbes meldete. Wie er sich derzeit angesichts des Aktienmarktes fühle, wurde er zu Beginn des Interviews gefragt. „Wie ein hormongetriebener Mann im Harem“, so die bereits legendäre Antwort. Der Artikel schließt mit den abschließenden Worten, dass „jetzt die Zeit gekommen sei, um zu investieren und reich zu werden.“ Bereits die Jahre zuvor hatte Warren Buffett seiner entstehenden Holding neue Beteiligungen hinzugefügt, die bis heute zum Erfolg von Berkshire Hathaway beitragen. Der 1972 über die Beteiligung an Blue Chips Stamps erworbene Süßwarenhersteller See‘s Candy gilt heute als eines der Referenzobjekte für erfolgreiches Value-Investing. In diese Zeitspanne fallen auch die Beteiligung an der Washington Post sowie der Einstieg bei GEICO.

Berkshire Hathaway: Warren Buffett kauf zu


In den 1980er-Jahren machte Buffett Schlagzeilen durch den Aufbau größerer Aktienbestände von Coca-Cola, American Express und Gillette. Daneben erwarb Berkshire Hathaway auch immer wieder komplette Unternehmen. 1991 trat Warren Buffett als „weißer Ritter“ in Erscheinung, als er das durch einen Skandal um Manipulationen bei der Versteigerung amerikanischer Staatsanleihen in Schieflage geratene Wall-Street-Haus Salomon Brothers vor dem Untergang rettete. Den Mitarbeitern Salomons gab er damals auf den Weg, sich bei allen Handlungen zu fragen, ob diese ohne Bedenken auf der Titelseite ihrer Lokalzeitung veröffentlicht werden könnten. Für den Verlust von Firmengeldern habe er Verständnis, nicht aber für den Verlust der Reputation. Der Strategie wurde eine weiterer essentieller Baustein hinzugefügt – die Integrität des Managements.

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