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Buffett-Partnership

Im Anschluss an das Studium arbeitete Buffett zunächst für seinen Vater, bewarb sich jedoch gleichzeitig mehrfach bei Benjamin Graham, um für dessen Finanzfirma tätig zu werden. Graham lehnte seinen Meisterschüler zunächst ab, weil dieser kein Jude war. Zu diesem Zeitpunkt wurden Juden in den USA diskriminiert und fanden oft keine Anstellung in großen Banken, weshalb sich der Begründer der Value-Analyse entschlossen hatte, selber nur Menschen seiner eigenen Religion zu beschäftigen. Schließlich gab Benjamin Graham dem Drängen von Buffett nach. Nachdem sich Graham aus dem Geschäftsleben zurückgezogen hatte, wagte Buffett den Schritt in die Selbstständigkeit und verantwortete ab da einen eigenen Investment-Pool.

Warren Buffett gründet Buffett-Partnership


1956, im Alter von nur 25 Jahren, sammelte Warren Buffett innerhalb der Familie und des Freundeskreises 105.000 Dollar Startkapital ein, beteiligte sich selbst mit 100 Dollar und gründete damit die Buffett-Partnership, die heute als Hedgefonds bezeichnet werden könnte. Später gründete der Investor weitere Anlagegesellschaften, die jedoch wieder zu einem Pool zusammengefügt wurden. Der Erfolg stellte sich schnell ein. Verfügte Warren Buffett 1956 noch über ein Vermögen von etwa 100.000 Dollar, vervierfachte sich dieses binnen der nächsten drei Jahre.

Zu diesem Zeitpunkt lernte er bei einem Essen mit gemeinsamen Freunden auch seinen späteren Partner Charlie Munger kennen, der ebenfalls aus Omaha stammte. Beide hatten das Gefühl, einen Gleichgesinnten zu treffen. Von nun an waren der Anwalt für Immobilienrecht und der Vermögensverwalter Sparringspartner in Sachen intelligentes Investieren. Munger handelte zu diesem Zeitpunkt selbst mit Immobilien, und das Erfolgsrezept dieser Anlageform heißt bekanntlich: „Lage, Lage, Lage“. Später integrierte Buffett diesen Qualitätsaspekt in seine eigene Strategie. Eine Anlagestrategie war geboren, die auch heute anwendbar und Erfolg versprechend ist.

Buffett-Partnership und Berkshire Hathaway


Zunächst einmal hatten allerdings Unternehmensanteile rein im Stile von Graham noch vor allem eines zu sein: billig. Aus diesem Grund wurde 1965 für die Partnership auch die Mehrheit an der Textilfirma Berkshire Hathaway erworben. Das bezeichnet Buffett heute als einen der größten Fehler, denn die amerikanische Textilbranche war nicht nur kurzfristig angeschlagen, sondern langfristig ein Todeskandidat. Buffett lernte daraus, dass neben dem günstigen Preis auch die Qualität eines Unternehmens – im Sinne eines dauerhaft Erfolg versprechenden Geschäftsmodells – stimmen muss. Zu dieser Erkenntnis trug auch die Lektüre des Werkes von Philip Fisher bei. Der 1907 geborene Fisher hatte während des Studiums jede Woche mit seinem Professor kalifornische Unternehmen besucht und lernte so die Stärken und Schwächen von Geschäftsmodellen kennen. Als Aktienanalyst und Vermögensverwalter spezialisierte sich Fisher später auf stark wachsende Firmen, insbesondere im Technologiebereich. Sein 1958 verfasstes Buch „Common Stocks and Uncommon Profits“ gilt als Gegenpol zu Grahams „The Intelligent Investor“.

Philip Fisher und die Buffett-Partnership


Philip Fisher hielt diejenigen Unternehmen im Börsenuniversum für aussichtsreich, die ein großartiges Management, einen strategischen Wettbewerbsvorteil und viel Wachstumsspielraum vorzuweisen hatten. War die Firma zudem finanziell gut ausgestattet und glänzte sowohl mit einer hervorragenden Forschungs- und Entwicklungsabteilung als auch mit einem ausgezeichneten Vertrieb, griff er zu. Die Marktbewertung war von untergeordneter Bedeu tung, die Prinzipien Langfristigkeit und Qualität standen im Vordergrund. Das ist der bedeutende Unterschied zu Graham, dem der Schnäppchenpreis über alles ging. Innerhalb dieser beiden Pole operieren auch heute noch sämtliche Value-Investoren. Buffett bezeichnet seine eigene Strategie als „85 Prozent Graham und 15 Prozent Fisher“.

Die Hausse im Jahr 1969 veranlasste Warren Buffett, seinen Fonds aufzulösen. Den Anteilseignern wurde mitgeteilt, dass die Schnäppchen-Strategie unter den damaligen Marktbedingungen nicht mehr funktionieren würde. Die Investoren konnten entweder aussteigen oder ihre Anteile zum Kurs von ca. 43 Dollar je Stück in Aktien von Berkshire Hathaway umtauschen, die zu einer Holdinggesellschaft umgebaut werden sollte. Wer damals die letztere Option wählte, ist heute bei nur zehn Anteilen Millionär. Warren Buffett und die Aktien, auf die er setzt, sind immer wieder Thema im kostenlosen Newsletter „Aktien-Ausblick“, der börsentäglich erscheint. Und das alles für Sie völlig kostenlos und unverbindlich. Hier können Sie diesen Newsletter gerne anfordern...
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