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Franken-Schock führt fast zu FXCM-Pleite

Die Auswirkungen der Loslösung des Schweizer Franken vom Euro sind in vielen Bereichen zu spüren gewesen. Die unmittelbarsten Auswirkungen betrafen dabei die Devisenbroker. Während kleinere Häuser direkt den Geschäftsverkehr einstellen mussten, gerieten größere Anbieter wie FXCM zumindest in ernste Schwierigkeiten. Eine FXCM-Pleite konnte nur durch einen Notkredit der Muttergesellschaft verhindert werden. Konkret:

 

Anlagen in Währungen sind im Regelfall hochspekulativ. Sie setzen über Finanzprodukte, zum Teil mit hohen Hebeln, auf kleinste Kursveränderungen. Im Regelfall werden entsprechende Wetten auch nur wenige Stunden gehalten. Daher sind sich viele Anleger, ebenso wie die Anbieter solcher Geschäfte, der Risiken bewusst. Im Fall der Aufhebung der Eurobindung durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) waren die Risiken allerdings von vielen Akteuren als gering eingestuft worden. Schließlich hatte die SNB in den vergangenen Jahren immer wieder die Beibehaltung des Mindestkurses als unverändert sinnvoll bezeichnet.

 

Durch das überraschende Ende der Eurobindung wurden die Devisenanleger total überrascht. Durch die plötzliche Freigabe des Schweizer Franken erlitten viele Kunden von Devisenbrokern horrende Verluste.

 

Beim Devisenbroker FXCM beliefen sich diese auf fast 225 Mio. US-Dollar. Da nicht alle Kunden diese Verluste selbst tragen konnten, blieb ein Großteil auf dem Devisenbroker selbst hängen. In der Folge musste das Unternehmen davor warnen, einige Eigenkapitalvorschriften nur bedingt mehr erfüllen zu können. Die dadurch eigentlich fast unvermeidliche FXCM-Pleite konnte nur durch einen 300 Mio. US-Dollar schweren Notkredit von Leukadia, der Muttergesellschaft der Investmentbank Jefferies, verhindert werden.


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