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Aufhebung Eurobindung Schweiz

Es traf die Märke völlig überraschend, als die Schweizerische Nationalbank am 15. Januar 2015 den Mindestkurs des Schweizer Franken gegenüber dem Euro aufhob. Mit der Aufhebung der Eurobindung durch die Schweiz wollen die Eidgenossen wieder zurück zu einer vollständig freien Währung. Sie reagieren damit auf die unterschiedliche Wechselkursentwicklung der großen Weltwährungen Euro und US-Dollar.
 

Aufgrund der Finanzkrise 2008 und der folgenden Staatsschuldenkrise in Europa hatte die europäische Gemeinschaftswährung in den vergangenen Jahren deutlich abwerten müssen. Betroffen von dieser Überbewertung war nicht nur der US-Dollar, sondern vor allem auch der Schweizer Franken. Um die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft dennoch aufrechtzuerhalten, wurde am 6. September 2011 ein Mindestkurs von 1,20 Schweizer Franken pro Euro festgesetzt.
 

Aufgrund der unbegrenzten Ausgabe von Schweizer Franken durch die Notenbank konnte diese Grenze auch stets erfolgreich verteidigt werden. Die Aufhebung der Eurobindung durch die Schweiz beendet jedoch diesen unbegrenzten Aufkauf von Euro. Der Bestand an der europäischen Gemeinschaftswährung hat durch die Maßnahmen in den vergangenen Jahren eine Summe von 175 Mrd. Euro erreicht.
 

Die Aufhebung der Eurobindung durch die Schweiz wurde vor allem mit der unterschiedlichen geldpolitischen Ausrichtung der großen Währungsräume und den daraus resultierenden Wechselkursentwicklungen zu US-Dollar und Euro begründet. Während der Mindestkurs zum Euro für eine fixe Grenze sorgte, wurde die Relation zum US-Dollar immer nachteiliger.
 

Um diesem Fakt Rechnung zu tragen, sah die Schweizerische Nationalbank die Aufrechterhaltung des Euro-Franken-Mindestkurses als nicht mehr gerechtfertigt an. Allerdings erklärten die Notenbanker zugleich, dass sie Zinsen deutlich senken werden und den negativen Zinssatz auf minus 0,75 Prozent ausweiten werden. Außerdem soll die Geldpolitik auch nach der Aufhebung der Eurobindung durch die Schweiz Maßnahmen am Devisenmarkt ermöglichen, wodurch sich die Schweizerische Nationalbank jeglichen Spielraum offenhält.


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