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Bad Bank

Häufig ist in den Medien der Begriff „Bad Bank“ zu lesen und zu hören. In eben diese sollen die „faulen Kredite“ und andere Verlustpapiere aus den Giftschränken der großen Kreditinstitute entsorgt werden. Das hört sich prima an, aber was genau bedeutet es?

Idee der Bad Bank
 

Erfunden wurde die Idee der „Bad Bank“ bereits während der Weltwirtschaftskrise 1929 und in der Sparkassenkrise in den 1980igern unter dem Namen „Resolution Trust Corporation“ erfolgreich eingesetzt. Dabei wird mit dem Wort „Trust“, also Vertrauen, schon klar gesagt, worum es geht. Zeitgleich wurden Banken-Stresstests eingeführt, um die Kreditwürdigkeit der Banken zu überprüfen.

Was ist eine Bad Bank?
 

Eine „Bad Bank“ ist ein besonderes Geldinstitut, das anderen Banken, die in finanzielle Schieflage geraten hilft, das Vertrauen des Kunden zurückzugewinnen. Haben Bankhäuser zum Beispiel hohe Verluste durch Kreditausfälle (= wenn Kredite von den Schuldnern nicht mehr gezahlt werden können), gerät sofort die Glaubwürdigkeit des Instituts ins Wanken, Kunden ziehen ihre Spareinlagen ab oder andere Banken kündigen ihre eigenen Kreditverträge mit dem Geldhaus. Die Bad Bank verhindert diese Situation.

Bad Banks im Fokus
 

Die schlechten Kredite oder sonstigen „toxischen“ Papiere können vom betroffenen Institut in die Bad Bank verlagert werden, sodass in den Büchern des in Not geratenen Geldhauses keine Verluste oder unbekannte Risiken mehr stehen. Damit steht einer Re-Kapitalisierung, also der Zuführung neuen Eigenkapitals des Instituts nichts mehr im Weg. Das Risiko einer Pleite a lá Lehman (vgl. London-Whale) ist somit gebannt.