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Börsencrash

Kaum erreicht der DAX ein neues Allzeithoch, kommen stets die Mahner vor einem Börsencrash um die Ecke. Jetzt war es sogar die Bundesbank, die vor Übertreibungen an den Märkten warnt. Doch die Warnung vor Abstürzen und Crashs ist so alt wie die Börse selbst. Zwar gehört das Auf und Ab der Kurse stets zum Marktalltag, aber die ganz großen Crashs sind weitaus seltener, als die regelmäßigen panikmachenden Artikel glauben machen. Konkret:

Börsencrash und der Chart of the Doom 

Ein gutes Beispiel dafür, warum die Panikmache vor Börsencrashs selten der Wahrheit nahe kommt, ist der Chart of Doom. Den Anfang machte der ominöse Chart im Februar 2014. Damals wurde der Kursverlauf des Dow Jones vor dem großen Crash 1929 mit dem damaligen Dow Jones-Verlauf verknüpft. Die Kurse hätten demnach Ende binnen Tagen einbrechen müssen. Doch nichts dergleichen ist geschehen.

Anfang April 2014 folgte dasselbe Spiel. Nur wurde in diesem Fall der Kursverlauf des S&P 500 von 1982 bis zum Crash 1987 auf den gleichen Zeitraum von 2009 an projiziert. Die Folge wäre ein Absturz Anfang Mai gewesen. Doch auch dieser blieb bekanntlich aus. Stattdessen erreichte der S&P 500 neue Rekordhöhen.

Börsencrash: Lange Korrektur oder Kurseinbruch?

Per Definition ist ein Börsencrash ein mehrere Tage bis zu wenigen Wochen dauernder Kursrückgang. Dabei dominieren panikartige Verkäufe, während die Nachfrage nur zögerlich in Gang kommt. Die Börsengeschichte kennt zahlreiche spektakuläre Crashs. Doch sie sind weitaus seltener, als die schlagzeilensuchende Finanzpresse es gerne hätte.

Der größte Börsencrash der letzten Jahre hängt eng mit dem Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers zusammen. Im September 2008 sorgte die Insolvenz der Bank für Panik an den Weltbörsen und einbrechende Indizes. Ähnlich stark war zuvor 2001 die Reaktion auf die Terroranschläge vom 11. September ausgefallen. Als der Crash der Neuzeit schlechthin wird jedoch der Schwarze Montag, vom 19. Oktober 1987 angesehen:

Börsencrash: "Schwarze Montag"

Damals brach der Dow Jones innerhalb eines Tages um fast 23 Prozent ein. Den genauen Auslöser für diesen Börsencrash kennt man bis heute nicht, es dürfte wohl eine bunte Mischung aus überhitzten Märkten, Panik und der neuen Computertechnik gewesen sein. Nachhaltig war der Crash jedenfalls keineswegs, denn 15 Monate später war das Vorcrashniveau wieder erreicht.

Börsencrash: "Schwarze Freitag"

In Deutschland sind unter dem Begriff „Schwarzer Freitag“ zwei Ereignisse an der Börse verbunden:

  • Der erste Freitag bezieht sich auf den Börsencrash am 13. Mai 1927. Damals brach die Berliner Börse um 32 Prozent ein, nachdem die Begrenzung der Börsenkredite und die Änderung der Devisenbewirtschaftung angekündigt wurden. 

 

  • Der zweite Schwarze Freitag war eigentlich ein Donnerstag, denn aufgrund der Zeitverschiebung wirkte sich der Börsencrash des Dow Jones am 24. Oktober 1929 erst einen Tag später in Deutschland aus. In den USA spricht man daher vom Black Thursday. Dieser Tag gilt als Beginn der Großen Depression in den USA und der Weltwirtschaftskrise. Das Tief des Kursrückgangs war erst 1932 erreicht.

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