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Bretton-Woods-System

Die Diskussion um den Bestand des Euro hat viele Menschen immer wieder zurück in die Vergangenheit blicken lassen. Der Grund hierfür war das lange Zeit erfolgreiche Bretton-Woods-System, das nach dem zweiten Weltkrieg als internationales Währungssystem feste Wechselkurse garantierte.
 

Bretton-Woods-System: Basis der Nachkriegsordnung
 

Das Bretton-Woods-System wurde bereits zu Beginn des zweiten Weltkriegs inhaltlich vorbereitet. Der eigentliche Start fand im Rahmen der Konferenz von Bretton Woods im Juli 1944 statt. Der kleine Ort im US-Bundesstaat New Hampshire war in dieser Zeit Treffpunkt der Finanzminister und Notenbankgouverneure von 44 Staaten. Im Zuge des Bretton-Woods-Abkommen wurden dann auch die Weltbank und der Internationale Währungsfonds (IWF) erschaffen. Deutschland trat dem System im Jahr der Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949 bei.


Verschiedene Systeme vereint
 

Das Bretton-Woods-System sollte die Vorteile eines flexiblen Wechselkurssystems mit denen eines festen vereinen. Dazu sollten neben der Gold-Einlösepflicht der USA die Wechselkurse zwischen den verschiedenen Währungen so stabilisiert werden, dass der Welthandel problemlos vonstattengehen konnte. Handelsbarrieren und Schwierigkeiten bei Zahlungsvorgängen wurden ebenfalls auf diese Weise umgangen. Für die US-Wirtschaft wiederum sollte diese Sicherheit als Stimulation dienen und zu internationalem Handel und Investitionen anregen. Der Hauptgrund für den Erfolg des Bretton-Woods-Systems war die Goldbindung. Denn:
 

Bretton-Woods-System: Goldbindung als Erfolgsfaktor
 

Im Rahmen des Währungssystems verpflichteten sich die USA, den US-Dollar jederzeit in Gold einzutauschen. Das Tauschverhältnis zwischen US-Dollar und einer Unze Gold belief sich auf 35 US-Dollar je Unze, dabei entsprach eine Unze 31,104 Gramm Gold. Allerdings blieb das System nur so lange erfolgreich, wie auch die Goldbindung 100 Prozent eingehalten werden konnte.
 

Aufgrund der zunehmenden Geldmengenausweitung in den 1960er- und 1970er-Jahren war dies jedoch nicht mehr möglich, weshalb das Bretton-Woods-System 1973 zerbrach. Die Wechselkurse wurden freigegeben. Gold behielt aber dennoch seine Bedeutung als Krisenwährung Nummer Eins - allerdings ist der Goldpreis seit dem Ende des Bretton-Woods-Systems schwankungsanfällig(er). Sie wollen in die besten Aktien der Welt investieren? Klicken Sie hier...