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Chartarten

Jeder Anleger kennt sie - die Kurscharts seiner persönlichen Aktien. Doch neben dem klassischen Linienchart gibt es noch andere Chartarten, die ein Aktienanleger kennen sollte. Anhand der Kurshistorie lassen sich nämlich hilfreiche Einschätzungen für die zukünftige Kursentwicklung ableiten.
 

Chartarten: Liniencharts - der Klassiker
 

Die Börsensendung vor der Tagesschau beispielsweise kommt seit Jahren ohne dieser Chartart nicht aus - den klassischen Linienchart.



Als einfachster und gleichzeitig verbreitetster Charttyp bietet er einen raschen Überblick über den vergangenen Kursverlauf. In der Regel werden hier die Tagesschlusskurse (bei anderen Chartzeiträumen andere Endkurse) verwendet und miteinander verbunden. Die einfache, linienförmige Preiskurve dieses Chartarts ist somit ideal für einen ersten Blick auf den Kursverlauf geeignet.
 

Chartarten: Balkencharts bieten mehr Informationen
 

Die bei Liniencharts fehlenden Informationen zu Eröffnungs-, Höchst- oder Tiefstkursen sind dagegen bei anderen Chartarten enthalten. Das einfachste Beispiel hierfür ist der Balkenchart.



Jeder Handelstag oder entsprechend ein andere betrachteter Zeitraum wird bei dieser Chartart als eine senkrechte Linie dargestellt, die vom tiefsten zum höchsten Kurs innerhalb des betrachteten Zeitraums reicht. Dabei wird der Eröffnungskurs als ein waagerechter Balken auf der linken Seite eingetragen, während der Schlusskurs als waagerechter Balken auf der rechten Seite zu finden ist. International wird diese Chartart auch OHLC genannt – dies steht für die englischen Begriffe open, high, low, close.
 

Chartarten: Candlestick - Charts made in Japan
 

Viele, der heute noch genutzten Chartarten haben ihren Ursprung in Japan. Der japanische Reishändler Munehisa Homma war im 18. Jahrhundert der Erste, der aus einer langjährigen Aufzeichnung der Preise an der heimischen Reisbörse die Darstellungsform eines Kerzencharts entwickelte. Er nutzte dies zur Prognose der Preisentwicklung von Reis. Heute ist dieser Charttyp als Candlestick bekannt.



Er besteht aus einem Kerzenkörper und gegebenenfalls aus einem oberen und unteren Schatten. Die Eröffnungs- bzw. Schlusskurse werden durch die obere bzw. untere Begrenzung des Kerzenkörpers dargestellt. Wenn der Schlusskurs über dem Eröffnungskurs liegt, ist der Kerzenkörper weiß bzw. grün eingefärbt, andernfalls schwarz bzw. rot. Die möglichen Schatten stehen bei dieser Chartart für die Höchst- bzw. Tiefstkurse des betrachteten Zeitraums und werden durch dünne Linien ober- und unterhalb des Kerzenkörpers angezeigt.

 

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