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Dietrich Mateschitz

Es gibt kaum eine Marke, die durch solch spektakuläre Aktionen weltweit auf sich aufmerksam macht, wie Red Bull. Was nur wenige Menschen wissen: Es handelt sich dabei keineswegs um einen amerikanischen Energy-Drink, sondern um ein Unternehmen aus Österreich. Der Gründer von Red Bull, Dietrich Mateschitz, ist auch heute noch an Bord des Unternehmens und zieht als einer von zwei Haupteigentümern die Fäden.
 

Dietrich Mateschitz: Reisen macht erfinderisch
 

Dietrich Mateschitz war eigentlich im Vertrieb zu Hause und lange Jahre bei Konsumgüterunternehmen wie Jacobs Kaffee oder dem Zahnpasta-Hersteller Blendax tätig. Bei einer geschäftlichen Reise 1982 stieß er in Südostasien auf die dort sehr populären Energy-Drinks.
 

In anderen Teilen der Welt und vor allem in Europa war diese Form des Kaffeeersatzes noch weitgehend unbekannt. Durch die große Beliebtheit fasziniert, erwarb Dietrich Mateschitz die Lizenzrechte an der thailändischen Energy-Drink-Marke Krating Daeng. Inspiriert durch die Stiere im Logo entwickelte er eine Strategie Energy-Drinks auch im Westen populär zu machen.
 

Red Bull wird zur Marketingmaschine
 

Zusammen mit den thailändischen Partnern Chaleo und Chalerm Yoovidhya (den Krating Daeng-Eigentümern) gründete Dietrich Mateschitz im Jahr 1984 das Unternehmen Red Bull. Der weltweite Siegeszug des Energy-Drinks begann jedoch erst drei Jahre später.
 

In der Zwischenzeit wurde die bisherige Rezeptur von Krating Daeng verändert und ein ganz besonderes Marketingkonzept entwickelt. Kernelement des Erfolgs von Red Bull ist zum einen das koffein- und taurin-haltige Erfrischungsgetränk und zum anderen die Unterstützung durch außerordentlich kreative Marketingmaßnahmen.
 

Dietrich Mateschitz - Klassische Werbung hat ausgedient
 

Für Red Bull gibt es so gut wie keine klassische Werbung. Lediglich durch humorvolle Zeichentrickclips rund um den Slogan „Red Bull verlieht Flügel“ findet so etwas wie normale Werbung statt. Stattdessen wird das Produkt selbst zur Geschichte.
 

Vor allem Sportereignisse haben es Dietrich Mateschitz dabei angetan. Zu diesem Zweck unterhält das Firmengeflecht nicht nur zwei Formel 1-Rennställe, einen Eishockeyclub und mehrere Fußballclubs, sondern unterstützt auch zahlreiche Extremsportler und Abenteurer.
 

Größter Werbecoup der vergangenen Jahre war 2012 der Rekordsprung von Felix Baumgartner aus der Stratosphäre zurück auf die Erde. Dies alles hat großen Erfolg: Heute werden pro Jahr mehr als 5 Milliarden Dosen verkauft. 2016 verteidigte Dietrich Mateschitz seinen Platz als reichster Österreicher mit einem Vermögen im mittleren zweistelligen Milliardenbereich.

 

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