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Dividenden-Aristokraten

Das Niedrigzinsumfeld macht europaweit die Anlage in Aktien immer lukrativer. Entscheidend ist dabei allerdings nicht nur eine hohe Spanne zwischen An- und Verkaufspreis, sondern auch die Halte-Zeit dazwischen. Dank - zum Teil hoher -Dividendenausschüttungen sind viele Aktien eine renditeträchtige Anlageform für den langfristigen Vermögensaufbau. Dies gilt umso mehr, wenn man sich als Investor auf die Königsklasse der Dividenden-Aktien, die sogenannten Dividenden-Aristokraten stürzt.
 

Bei der Frage nach der Definition von Dividenden-Aristokraten stoßen Anleger auf unterschiedliche Einschätzungen dies- und jenseits des Atlantiks. Einzige Gemeinsamkeit ist dabei die Kontinuität der Ausschüttungen über einen gewissen Zeitraum. Doch hier scheiden sich schon die Geister:
 

Dividenden-Aristokraten - die Kontinuität ist das A und O
 

Um in den USA in den erlauchten Kreis aufgenommen zu werden, muss ein Unternehmen über 25 Jahre lang kontinuierlich die Dividende erhöht haben. Es gibt sogar einen speziellen Index dafür, der mit Champions-Werten wie Procter & Gamble aufwarten kann, der seit 121 Jahren ununterbrochen eine Dividende zahlen und diese seit dem Jahr 1957 sogar kontinuierlich um 9 Prozent p.a. erhöht haben.
 

In Deutschland sind solche Werte rar gesät, erst recht im Dax. Hier sieht man das Thema Dividendenzahlungen keineswegs also so essentiell an wie in den USA. Im kommenden Jahr 2015 werden beispielsweise voraussichtlich nur 19 der 30 Dax-Unternehmen ihre Dividende erhöhen. Doch das Niveau ist meist immer noch niedrig und die Kontinuität wird ebenso nicht als elementar erachtet. Das liegt (im Vergleich zu Amerika) zum einen an der geringeren Bedeutung des Aktienmarktes insgesamt und zum anderen auch an der fast fehlenden Relevanz der Aktie für die Altersvorsorge - dabei sind Dividenden-Aristokraten die ideale Basis für ein ertragsreiches Depot!
 

Dividenden-Aristokraten in Deutschland
 

Die fehlende Aktienkultur ist also einer der Hauptgründe für das Fehlen deutscher Dividenden-Aristokraten. Da zu wenige Anleger überhaupt auf hohe Ausschüttungen Wert legen, richten sich die Unternehmen in ihrer Politik auch nicht an diesen Maßstäben aus. Je nach Betrachtungsweise ist daher die Zahl der Dividenden-Aristokraten im Dax an einer Hand abzählbar. Fresenius zum Beispiel zählt ebenso dazu wie der Rückversicherer Munich Re. Allerdings zeichnet sich in Deutschland allmählich eine Trendwende ab:
 

Die Niedrigzinsphase lässt die Dividende auch für viele Anleger, die bisher einen Bogen um den Aktienmarkt gemacht haben, interessanter werden. Daher dürfte in Deutschland die Aktienkultur über den Umweg Dividenden-Aristokraten tatsächlich vorankommen. Im kostenlosen Newsletter Aktien-Ausblick erfahren Sie die besten Dividenden-Aktien der Welt! Klicken Sie hier...