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Dollar-Vorherrschaft

Wenn es um den internationalen Handel geht, dann dominiert bei dessen Abrechnung eine Währung: Der US-Dollar. Über viele Jahrzehnte hat sich die Rolle der amerikanischen Währung mehr und mehr gefestigt. Doch die dadurch entstandene Dollar-Vorherrschaft ist inzwischen manchem ein Dorn im Auge.

Dollar-Vorherrschaft vor dem Ende (?)

Die Dollar-Vorherrschaft wurde bereits zu Zeiten des Kalten Krieges begründet. Vor allem die Bezahlung der weltweiten Öltransporte in US-Dollar führte zu dieser Vormachtstellung der amerikanischen Währung. Doch mit dem Ende des Kalten Krieges wurde auch der Dollar nicht mehr automatisch immer als Währung Nummer eins benötigt.

Dies gilt erst recht, seit dem die großen Schwellenländer vermehrt Handel untereinander betreiben. Vor allem die fünf großen Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika, die unter dem Kürzel BRICS zusammengefasst werden, sträuben sich inzwischen immer mehr, ihren Handel in US-Dollar abzuwickeln. Der Widerstand geht inzwischen so weit, auch andere Zeichen der Dollar-Vorherrschaft zu beenden.

Konkurrenz zu Weltbank und IWF

Die „BRICS-Staaten“ ist eine noch junge Bezeichnung, die sich erst seit der erstmaligen Beteiligung Südafrikas 2011 an den jährlichen BRIC-Treffen durchsetzte. Zuvor war BRIC lediglich eine Abkürzung aus dem Investmentbereich, die die kommenden Wachstumsmärkte umschrieb.

Mit dem Beitritt Südafrikas wurde jedoch eine bedeutende Gruppe der Weltwirtschaft ins Leben gerufen. Immerhin 40 Prozent der Weltbevölkerung erwirtschaften mehr als ein Fünftel des Welt-Bruttoinlandsprodukts. Und dieser Bedeutung sind sich die BRICS-Staaten inzwischen bewusst.

Daher wollen sie auch die Dollar-Vorherrschaft nicht nur im Handel, sondern auch bei weltweiten Institutionen beenden. Dazu gehört auch die Gründung eines eigenen Währungsfonds, der als Konkurrent des Internationalen Weltwährungsfonds auftreten soll. Ergänzt werden soll dieses Ansinnen durch eine angehängte Bank, die den Funktionen der Weltbank entsprechen soll:

Unter dem Namen New Development Bank wird ein Institut gegründet, dass mit einem Startkapital von 50 Mrd. US-Dollar die Welt gemäß der Interessen der BRICS-Staaten beeinflussen soll. Ob dadurch aber die Dollar-Vorherrschaft durchbrochen werden kann, bleibt abzuwarten. Welche BRIC-Aktien sich derzeit zum Kauf eignen erfahren Sie hier...