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Dresdner Bank Verkauf

Es war der 31. August 2008, als die beiden Dax-Konzerne Commerzbank und Allianz einen der größten Deals der deutschen Börsengeschichte ankündigten: Die Dresdner Bank sollte für rund 8,8 Mrd. Euro verkauft werden. Bei beiden Finanzkonzernen war die Freude groß - so sah man sich doch jeweils als Gewinner. Doch fünf Jahre danach ist klar, wer tatsächlich als Sieger aus der Übernahme hervorgegangen ist.

Dresdner Bank Verkauf und Commerzbank

Wenn man die Commerzbank heute sieht, mag man sich über die damaligen Jubelarien der Vorstände nur wundern. Martin Blessing, damals und heute noch Sprecher des Vorstands der Commerzbank, erklärte vollmundig:

„Wir formen einen Marktführer mit europäischem Format und schaffen Mehrwert für unsere Aktionäre.“ Weder das eine noch das andere sind leider bislang eingetreten. Weiter hieß es damals:

„Zugleich sichert die Transaktion langfristig viele attraktive Arbeitsplätze, auch wenn wir leider nicht alle Stellen erhalten können.“ Für die jüngst angekündigten Inhaber der noch zu streichenden 6000 Stellen muss der Satz von damals wie Hohn klingen. Und von attraktiven Arbeitsplätzen bei der Commerzbank spricht auch nur noch der glühendste Bankanhänger.

Nach Dresdner Bank Verkauf: Konsolidierung des Bankensektors?

Im Zuge der Fusion der beiden Banken wollte man eigentlich die im gesamten Sektor als notwendig erachtete Konsolidierung im Bankensektor voranbringen. Allianz-Chef Michael Diekmann sprach damals von einem „Meilenstein in der deutschen Bankenkonsolidierung“ und einer Stärkung des Wirtschaftsstandorts.

Doch aus zwei kränkelnden Patienten wird nicht über Nacht ein neuer Branchenstar. Weitere Konsolidierungsmaßnahmen sind in der Branche (mit Ausnahme der Landesbanken) zu Recht ausgeblieben. Insofern stand die Geburt der neuen Commerzbank unter keinem guten Stern.

Dresdner Bank: Hochtrabende Pläne beerdigt

In der damaligen Fusionsankündigung hieß es vollmundig: „Die neue Commerzbank wird sich auf die Segmente Privat- und Geschäftskunden, Mittelstandsbank, Mittel- und Osteuropa, Corporates & Markets (einschließlich Public Finance) sowie Commercial Real Estate konzentrieren.“  Fünf Jahre danach wurden zwei dieser Erfolgssäulen als morsche Pfähle in Bad Banks ausgelagert. Und die restlichen Segmente laufen nur mehr oder minder erfolgreich.

Gewinner nach Dresdner Bank Verkauf: Allianz

Der einzige Gewinner der Dresdner Bank Übernahme ist die Allianz. Nachdem deren Allfinanzkonzept grandios gescheitert war, stellte der Verkauf der Dresdner Bank die einzige Option dar. Seither konzentrierte man sich in München wieder ganz auf das Versicherungsgeschäft. Höchst erfolgreich wie Bilanz und Kursverlauf zeigen. Ganz im Gegenteil zur Commerzbank übrigens. Neben Verlusten in Millionenhöhe verbuchen damalige Aktionäre bis heute einen Verlust von rund 90 Prozent. Investieren Sie deshalb nur in die sichersten und besten Aktien der Welt! Klicken Sie hier für gratis Infos...