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E.ON-Abspaltung

Getreu dem Motto „besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen“ hat sich der Energieversorger E.ON Anfang Dezember 2014 zum größten Umbau seiner Konzerngeschichte entschlossen. Die Gründung eines neuen Unternehmens für das bisherige Kerngeschäft ist zudem mit einer völligen Neuausrichtung der Geschäftspolitik verbunden. Durch die E.ON-Abspaltung entstehen bis 2016 zwei Konzerne, die sich beide berechtigte Hoffnungen auf eine Dax-Mitgliedschaft machen können.
 

Aufgrund der Energiewende in Deutschland hat konventionell erzeugter Strom immer geringere Absatzerfolge am Markt. Strom aus Erneuerbaren Energien gewinnt zunehmend an Bedeutung und ist zudem kostenseitig im Vorteil.
 

Aus diesem Grund konzentriert sich E.ON in Zukunft hier auf drei Geschäftsbereiche, die eng miteinander zusammenhängen: Die Erzeugung von Erneuerbaren Energien, die Verteilung dieser durch intelligente Energienetze und entsprechende Kundenlösungen. Die E.ON-Abspaltung ist dabei die logische Konsequenz dieser Entwicklung. Um das neue Geschäft voran zu bringen stockt E.ON das Investitionsbudget um rund 500 Mio. Euro gegenüber den bislang für 2015 geplanten 4,3 Mrd. Euro auf.
 

E.ON-Abspaltung: Börsennotierung beider Unternehmen geplant
 

Durch die E.ON-Abspaltung des bisherigen Kerngeschäfts werden die Geschäftsfelder konventionelle Erzeugung, globaler Energiehandel und Exploration & Produktion in eine neue Gesellschaft überführt, die wiederum den bisherigen Aktionären mehrheitlich übertragen werden soll.
 

E.ON selbst wird nur eine Minderheitsbeteiligung an diesem neuen Unternehmen halten. Beide Konzerne sollen wiederum künftig parallel börsennotiert sein. Aufgrund der Größe der beiden Gesellschaften gehören sie auch in Zukunft zu den deutschen Blue Chips.
 

Der durch die E.ON-Abspaltung entstehende neue Konzern wird rund ein Drittel der insgesamt etwa 60.000 Mitarbeiter übernehmen. Es steht primär für die Versorgungssicherheit. Neben den Kraftwerkskapazitäten im Bereich Kernkraft, Kohle, Gas und Wasserkraft wird die neue Gesellschaft ein starkes Erdgasportfolio erhalten, das von der Exploration & Produktion über Transportleitungen nach Europa und langfristige Gasbeschaffungsverträge bis zu erheblichen Speicherkapazitäten in Deutschland reicht. Wie Anleger am besten von der E.ON-Abspaltung profitieren können, erfahren Sie hier...