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Einlagensicherungsfonds

Über die sichere Geldanlage haben sich die Deutschen erst im Zuge der Finanzkrise 2008 so richtig Gedanken gemacht. Zwar befinden sich in vielen Köpfen noch die Schreckensbilder der Hyperinflation der 1920er-Jahre, aber in der Realität hielten das viele Menschen jedoch keineswegs mehr für denkbar. Aber erinnern wir uns:

In den heißen Tagen des Oktober 2008 griffen so viele Menschen auf das Geld ihrer Konten zurück, dass sich Bundeskanzlerin und Bundesfinanzminister damals genötigt sahen, die Sicherheit der Einlagen zu garantieren. Eigentlich wäre es jedoch nicht notwendig gewesen, denn durch den Einlagensicherungsfonds gibt es eine klar definierte Sicherheit. Im Detail:
 

Freiwillige Einlagensicherung der Banken
 

Durch die gesetzlichen Regelungen in Deutschland im Rahmen des Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetzes sind Einlagen im Fall einer Bankeninsolvenz bis zu 100.000 Euro gesichert. Mit Einlagen sind dabei Guthaben auf Girokonten, Sparkonten, Tagesgeldkonten und Festgeldkonten gemeint. Darüber hinaus sind ebenso Namensschuldverschreibungen und auf den Namen lautende Sparbriefe geschützt. Bei Beträgen über den genannten 100.000 Euro kommt es auf die Rechtsform der jeweiligen Bank an.
 

Die drei Säulen der deutschen Bankenlandschaft haben aber jeweils noch eigene Sicherungssysteme. Das gilt sowohl für die öffentlich-rechtlichen Sparkassen, als auch für die genossenschaftlichen Volks- und Raiffeisenbanken sowie die Privatbanken. Allerdings sind nicht alle privaten Banken Mitglied des Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken, der einen höheren Schutzumfang bietet. Er besteht seit 1976 und wird durch regelmäßige Zahlungen der teilnehmenden Banken gespeist. In der bisherigen Geschichte wurden in allen rund 30 Fällen die Kunden zu 100 Prozent entschädigt. Zuletzt betraf dies die Lehman-Pleite.
 

Private Sicherungsgrenzen sinken
 

Im Zuge der Finanzkrise mussten viele Banken ihr Eigenkapital stärken. Da gleichzeitig der Einlagensicherungsfonds eine Sicherungsgrenze von 30 Prozent des haftenden Eigenkapitals berücksichtigt, sah sich der Bankenverband nun zu einer Änderung genötigt. Denn:
 

Zwischenzeitlich sind die Kapitalausstattungen der Banken ganz erheblich gestiegen – nicht zuletzt aufgrund deutlich höherer regulatorischer Anforderungen. Manche Banken verfügen heute über Eigenkapital in Höhe von mehreren Milliarden Euro. Die Sicherungsgrenzen des freiwilligen Einlagensicherungsfonds der privaten Banken soll ab dem 1. Januar 2015 schrittweise abgesenkt werden.
 

Konkret bedeutet dies, dass zu diesem Stichtag die Sicherungsgrenze von derzeit 30 Prozent des haftenden Eigenkapitals einer Bank auf zunächst 20 Prozent abgesenkt wird. Ab dem 1. Januar 2020 wird die Sicherungsgrenze dann auf 15 Prozent und ab dem 1. Januar 2025 dann auf 8,75 Prozent des haftenden Eigenkapitals gesenkt. Dies bedeutet zwar immer noch viel Sicherheit im Rahmen des freiwilligen Einlagensicherungsfonds, aber eben doch auch eine Verschlechterung im Fall der Fälle. Investieren Sie deshalb direkt in die langfristig erfolgreichsten und sichersten Aktien der Welt!