Dax 11030.0 0.39%
MDax 21243.0 1.24%
TecDax 1730.0 1.35%
BCDI 129.94 0.00%
Dow Jones 19549.62 1.55%
Nasdaq 4849.82 1.32%
EuroStoxx 3154.5 1.22%
Bund-Future 160.39 0.34%

Euro-Verfall

Die Auseinandersetzungen zwischen den großen Währungsräumen beherrschen die Wirtschaft seit der großen Finanzkrise 2008 und der folgenden EU-Schuldenkrise immer mehr. In der ersten Jahreshälfte 2014 geriet das vorherige, sich abwechselnde Auf und Ab zwischen US-Dollar und Euro aus dem Tritt. Schuld ist das Auseinanderbewegen der Geldpolitik in beiden Währungsräumen.
 

Folgen der Schuldenkrise: Fed vs. EZB
 

Angetrieben durch die ultralockere Geldpolitik der US-Notenbank Fed konnte sich die Weltwirtschaft nach der Finanzkrise relativ rasch wieder erholen. In Europa sorgte jedoch die Schuldenkrise für länger anhaltende Probleme. Eine der Folgen der Schuldenkrise ist dabei das Auseinanderlaufen der konjunkturellen Entwicklung in den Problemländern Südeuropas und dem Rest der Euro-Staaten. Auf Seiten der Wechselkurse konnte dieses Problem jedoch immer wieder gelöst werden, so dass es zu keinen dauerhaften Währungsturbulenzen kam.
 

Seitdem die Fed allerdings ihre Anleihekäufe sukzessive reduziert hat und noch über eine baldige Zinserhöhung nachgedacht wird, hat sich das Gleichgewicht aufgehoben. In der Eurozone wurde zuletzt noch einmal der Leitzins gesenkt und zudem Wertpapieraufkäufe seitens der EZB angekündigt. Aus Sicht der Notenbank ist dies notwendig um einer der Folgen der Schuldenkrise entgegen zu wirken: Der schwächelnden Kreditvergabe an Unternehmen.
 

Folgen der Schuldenkrise: US-Dollar vs. Euro
 

Als direkte Auswirkung der auseinanderlaufenden Geldpolitik ist mit einer Flucht von Geld aus dem Euroraum in Richtung USA zu rechnen. Dies führt zu weiter deutlich veränderten Wechselkursen. Dabei werden sich US-Dollar und Euro nach Ansicht vieler Volkswirte der Parität näheren. Das heißt:
 

1 US-Dollar entspricht 1 Euro. Vor der Finanzkrise hatte der Euro zeitweise bei 1,60 US-Dollar notiert. Diese Zahl macht den Verfall des Euro gegenüber dem US-Dollar deutlich. Die laufende und wohl noch einige Zeit andauernde Flucht aus dem Euroraum ist also einer der (beabsichtigten) Folgen der Schuldenkrise. Zum einen besteht nun die Chancen wieder mehr inflationäre Tendenzen zu erzeugen und zum anderen werden Exporte aus der Eurozone, und damit auch aus den südlichen Krisenländern, billiger. Profitieren Sie bereits vom kostenlosen boerse.de-AKTIENDAILY? Damit erhalten Sie eine kompakte Zusammenfassung des Handelstages. Hier gratis sichern...