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Familienkonzerne

Für eine Aktiengesellschaft gilt im Regelfall: Eine Aktie – eine Stimme. Doch bereits auf den Hauptversammlungen wird deutlich, dass das nur die Theorie ist. Viele Aktionäre beteiligen sich nur bedingt, wenn es um ihre Aufgaben als Eigentümer geht. Daher entscheiden oft die wenigen anwesenden Hauptversammlungsbesucher.
 

Das sind immer öfter die sogenannten Ankeraktionäre, die über einen bedeutenden Anteil der Aktien verfügen und dank der niedrigen Teilnahmequote an Hauptversammlungen über große Macht verfügen. Meist kommen diese Großaktionäre aus dem Kreis der früheren Gründerfamilie, weshalb diese Unternehmen auch weiterhin als Familienkonzerne bezeichnet werden können. Besonders deutlich wird dieses Phänomen, wenn man auf den Dax schaut:
 

Familienkonzerne - Dax in Hand von Familien
 

Etwa die Hälfte der deutschen Blue Chips wird von der jeweiligen Eigentümerfamilie dominiert. Bei BMW ist das etwa die Familie Quandt, bei Henkel sind es die Nachfahren der Gründerfamilie Henkel oder bei Volkswagen die beiden Familien Piech und Porsche.
 

Wenn es um Familienkonzerne geht, denken die meisten an den klassischen Mittelständler, dessen Chef als Patriarch an der Unternehmensspitze thront und die gesamte Familie versorgt. Die modernen Familienkonzerne sind dagegen anders aufgebaut:
 

Die Unternehmen sind als Aktiengesellschaften auch für andere Eigentümer offen und werden von einem professionellen Management geführt. Die hinter dem Unternehmen stehende Familie wiederum zieht die Fäden über den Umweg Aufsichtsrat. Das alles gibt dem Unternehmen und dem Management die Sicherheit in Ruhe und voller Konzentration den Geschäften nachzugehen. Zur finanziellen Freude der Familie.
 

Familienkonzerne: Kleinaktionäre profitieren
 

Die Vorteile für die kleinen Anteilseigner liegen nicht unbedingt auf der Hand. Familienkonzerne haben schließlich den Ruf nur dem Wohl der Familie zu dienen. Allerdings sorgt die Börsennotierung dafür, dass die gute Entwicklung, welche die Familie vorantreibt, der Aktiengesellschaft als Ganzes und damit auch den anderen Eigentümern zu gute kommt. Das heißt:
 

Kleinaktionäre profitieren dabei nachweislich von der Sicherheit, die Ankeraktionäre in Familienkonzerne bringen. Zum einen durch höhere Gewinne und zum anderen durch eine langfristig bessere Kursperformance als Unternehmen deren Eigentümerstruktur nicht so eindeutig aufgebaut ist. Die langfristig erfolgreichsten und sichersten Familienkonzerne erfahren Sie im kostenlosen Newsletter Aktien-Ausblick. Klicken Sie hier...