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Folgen der Schuldenkrise

Es gibt wohl wenige Dinge in Deutschland, die so sehr im kollektiven Gedächtnis verankert sind, wie die Furcht vor der Inflation. Seit der Hyperinflation in den 1920er-Jahren haben viele Deutsche Angst davor ihr Vermögen durch das „Weginflationieren“ zu verlieren. In den vergangenen Jahren dominierte diese Furcht erneut, denn als Folgen der Schuldenkrise werden immer wieder die Inflationsängste geschürt, auch wenn die offiziellen Daten eine ganz andere Sprache sprechen.
 

Folgen der Schuldenkrise als Angstfaktor
 

Wenn es nach einer Studie geht, waren die Deutschen 2014 noch so entspannt wie lange nicht mehr. Allerdings verrät ein Blick auf die Detailzahlen im Wirtschaftsbereich:

 

Damalsr überflügelte die Sorge, dass die deutschen Steuerzahler die Kosten der Schuldenkrise in Europa schultern müssen, alle anderen Ängste. Obwohl diese Angst gegenüber dem Vorjahr um 8 Prozentpunkte zurückgegangen waren, blieben sie mit 60 Prozent noch immer auf hohem Niveau.
 

Angst hatten die Deutschen zudem vor steigenden Preisen, übersetzt Inflation. Zwei Drittel aller Ostdeutschen befürchteten laut der Studie, dass die Lebenshaltungskosten in den kommenden Jahren steigen werden. Im Westen war diese Furcht mit 56 Prozent etwas geringer, aber ebenfalls noch dominant. Die Folgen der Schuldenkrisen wurden also im Osten und Westen als anhaltend bedrohlich eingeschätzt, obwohl die Fakten eigentlich dagegen sprechen.
 

Folgen der Schuldenkrise - Inflation ist für EZB kein Problem
 

Bei einem Blick auf die offiziellen Inflationsraten waren dort keine negativen Folgen der Schuldenkrise zu erkennen. Stattdessen dümpelte die offizielle Teuerungsrate in Deutschland im Sommer 2014 unter der Marke von einem Prozent. In ganz Europa war die Lage noch besser:
 

Die Teuerungsrate der Eurozone lag laut EZB über den Sommer verteilt noch deutlich unter der bereits niedrigen Inflationsrate in Deutschland. Zeitweise nur 0,3 Prozent war weit von dem eigentlichen Ziel der Notenbanker entfernt. Eigentlich strebte die EZB eine Inflationsrate von 2,0 Prozent bzw. leicht darunter an. Von daher bestand keineswegs die Gefahr einer hohen Inflation, sondern eher einer Deflation. Doch die Prognosen zu den Folgen der Schuldenkrise sahen immer eine Inflationswelle vor.

 

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