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Geldanlage Fonds

Viele Anleger meiden bei der Geldanlage Aktien und setzen stattdessen auf Fonds - in der Erwartung, dass durch professionelle Betreuung höhere Renditen erwirtschaftet werden, bei gleichzeitig verringerten Risiken. Diese Fonds-Anleger werden regelmäßig davon überrascht, dass es sich genau anders herum verhält:

Geldanlage Fonds: Die Qualität eines Fonds hängt immer am Manager
 

Da das Fondsangebot riesig ist, gestaltet sich schon die Auswahl des für die eigene Geldanlage-Strategie geeigneten Fonds schwierig. Die Qualität eines Fonds hängt dabei einzig und allein am Portfoliomanager. Diesen richtig einschätzen zu können, ist fast unmöglich. Warren Buffett rät, stets nur in einfache Geschäfte zu investieren, die jeder Dummkopf führen können. Denn: früher oder später wird es auch dazu kommen. Das mag eine übertriebene Darstellung sein, aber Fakt ist, dass gute Aktien oft Selbstläufer sind, wo Managementfehler den Erfolg wenig schmälern. Falsche Entscheidungen im Fondsmanagement sind hingegen unmittelbar "tödlich" für die Geldanlage in Fonds.

Hohe Gebühren bei der Geldanlage in Fonds
 

Um den Markt schlagen zu können, muss der Fonds die Performance des Vergleichsindex zuzüglich der berechneten Gebühren übertreffen. Die Mehrheit der professionell verwalteten Depots schafft das nicht. Außerdem werden Fondsmanager in der Regel nach dem betreuten Volumen bezahlt. Daher besteht ein hoher Anreiz, die Geldanleger in Fonds beständig auszuweiten. Je mehr Gelder verwaltet werden, desto häufiger klingelt die Kasse. Allerdings wird es mit zunehmender Portfoliogröße immer schwieriger, eine zufrieden stellende Rendite zu erwirtschaften. Dieses Problem ist den allermeisten Privatanlegern unbekannt.

Geldanlage in Fonds: Mittelmaß verkauft sich am besten
 

Läuft es überdurchschnittlich gut, stehen Fonds in Rankings weit oben. Was zunächst als gute Werbung betrachtet werden kann, entpuppt sich aber oft als „Todeskuss“. Denn nun muss das frische Geld der neuen Kunden in der Regel weniger profitabel angelegt werden, die Performance sinkt. Dieser Effekt wurde mehrfach in Studien nachgewiesen. Läuft es hingegen schlecht, verkaufen die Fonds-Anleger. Damit versiegt der Gebührenstrom, Positionen müssen ungünstig aufgelöst werden. Der Verwalter fährt also mit der Strategie, durchschnittliche Ergebnisse abzuliefern, am besten. Hinbiegen lässt sich das mit dem so genannten Window Dressing. Dabei handelt es sich um die Praxis, ein Portfolio vor dem Quartalsbericht zu schönen. Die Aktien der besten Performer des vergangenen Vierteljahres werden hinzugekauft, Positionen mit Verlusten werden hingegen veräußert. Privatinvestments dienen im Gegensatz zur Geldanlage in Fonds hingegen nur einem Herrn und brauchen solche Depot-Kosmetik nicht.

Geldanlage in Fonds: Was ist zu tun?
 

Überlassen Sie also am besten Ihre Anlageentscheidungen dem Menschen, dem Sie am meisten Vertrauen entgegen bringen können: sich selbst. An der Börse ist derjenige erfolgreich, der langfristig handelt und auf die Güte der Investments achtet. Je mehr Qualität Sie im Depot haben, desto weniger Rückschläge werden Sie bei der Geldanlage erleben. An der Beteiligung eines Top-Unternehmens (zum Beispiel eines Champions) haben Sie langfristig Freude, bei der Geldanlage in Fonds setzen Sie lediglich auf das Prinzip Hoffnung.