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Geldentwertung

Die offizielle Inflationsrate lag im vergangenen Jahr 2016 bei 0,5 Prozent. Das hört sich zunächst nur bedingt hoch an, peilt die Europäische Zentralbank als oberste Währungshüterin doch stets eine Inflationsrate von etwa 2 Prozent an. Bei den Deutschen besteht dennoch die Sorge vor einer Geldentwertung, vor allem beim langfristigen Vermögensaufbau. Im Detail:
 

Geldentwertung: Eine Frage des Systems
 

Das aktuelle Währungssystem beruht unter anderem auf dem Normalzustand Inflation. Das heißt durch leicht steigende Geldmengen, im Gleichklang mit dem Produktivitätszuwachs, steigen auch die Preise. Die jeweilige Notenbank steuert diesen Preisanstieg über die Zinsen. Soweit der Normalfall.
 

Seit der Finanzkrise kam das System jedoch etwas aus dem Tritt. Aufgrund der Stützungsmaßnahmen für die Banken wurden die Zinsen weltweit gesenkt. Dabei wurde das Ziel der Preisstabilität zum Teil etwas aus den Augen verloren. Dennoch sind die Inflationsraten weltweit derzeit im Rahmen der Notenbank-Ziele, was nicht heißt, dass keine Geldentwertung stattfindet. Die Wahrheit hinter der Geldentwertung ist so simpel wie das Einmaleins:
 

Geld verliert an Wert
 

Bei einer Inflationsrate von 2 Prozent hat das Geld unter dem Kopfkissen nach 20 Jahren ein Drittel an Wert verloren. Doch viel schlimmer, hinter den offiziellen Durchschnittswerten verbergen sich Millionen unterschiedlicher Inflationsraten. Denn:
 

Jeder Mensch hat andere Konsumgewohnheiten und so wirken sich die Preisveränderungen bei jedem anders aus. Der Durchschnittswarenkorb, den die Statistiker für die Berechnung der offiziellen Inflationsrate zur Hand nehmen, mag im Großen und Ganzen tatsächlich einem Durchschnittskonsum entsprechen. Individuell betrachtet ist die Geldentwertung meist eine andere. Häufig liegt die Inflationsrate dabei über den offiziellen Werten.
 

Geldentwertung: Immobilienkauf als Ausweg
 

Angesichts der Unterschiede zwischen offizieller und individueller Inflationsrate ist es kaum verwunderlich, dass die Angst vor Geldentwertung weit mehr verbreitet ist, als die offizielle Inflationsrate dies offiziell vermuten lässt. Sehr sichtbar wird diese Angst angesichts der Beliebtheit von Sachwerten:
 

So machen etwa die Preissteigerungen bei Immobilien deutlich, dass Sachwerte als zukunftssichere Anlage angesehen werden, die unabhängig von der Geldentwertung ein Hort der Stabilität sind. Vergessen wird dabei oft, dass gerade bei Immobilien das Klumpenrisiko und das Risiko von staatlichen Sonderabgaben drohen. Anleger, die auf Aktien oder Gold setzen, sind dabei langfristig meist entspannter.

 

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