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Goldreferendum Schweiz

Das Gold-Referendum in der Schweiz hat den November 2014 über für Unruhe am Goldmarkt gesorgt. Das Ergebnis der Abstimmung hat dem glänzenden Edelmetall jedoch seither Entspannung gebracht. Immerhin haben die Schweizer am 30. November mit großer Mehrheit gegen eine stärkere Golddeckung des Schweizer Frankens votiert.
 

Das Gold-Referendum-Ergebnis brachte im Kern Klarheit über die Frage, ob die Schweizer Nationalbank künftig mehr Gold halten soll oder nicht. Die Abstimmung der Schweizer Stimmbürger ging dabei auf die Volksinitiative „Rettet unser Schweizer Gold“ zurück.
 

Schweizer Gold-Referendum - Partielle Golddeckung wurde abgelehnt
 

Die drei Kernforderungen der Initiative bestanden im Verzicht auf weitere Goldverkäufe seitens der Schweizer Nationalbank, der Pflicht zur Lagerung der Goldreserven in der Schweiz und der Einführung eines 20-prozentigen Goldanteils für das Vermögen der Notenbank. Letztere Forderung wäre einer partiellen Golddeckung des Schweizer Frankens gleichgekommen. Doch diese Forderungen wurden allesamt abgelehnt. Bei einer Wahlbeteiligung von 48,7 Prozent stimmten laut Gold-Referendum-Ergebnis 77,3 Prozent gegen die Initiative.
 

Hauptgrund für die große Ablehnungsquote im Gold-Referendum war die Furcht vor einer wirtschaftlichen Verschlechterung in der Schweiz. Besonders die eidgenössischen Wirtschaftsverbände hatten aus Sorge vor einer höheren Golddeckung und damit einer gehemmteren Notenbank Stimmung gegen die Initiative gemacht. Vor allem auch die Endgültigkeit der Entscheidung hatte viele Stimmbürger abgeschreckt, denn Ziel war es unter anderem, die Forderungen aus dem Gold-Referendum in die Schweizer Bundesverfassung zu übernehmen. Die Golddeckung wäre so für lange Zeit unveränderbar gewesen.
 

Nach Schweizer Gold-Referendum: Goldpreiseinbruch bleibt aus
 

Da im Fall der Fälle die Schweizer Nationalbank im großen Stil hätte Gold kaufen müssen, zog der Goldpreis im Vorfeld der Entscheidung deutlich an. Meinungsfragen prognostizierten jedoch frühzeitig eine Ablehnung der Initiative durch das Gold-Referendum, so dass der Goldpreis bereits einige Zeit vor der Abstimmung schon wieder korrigierte. Damit blieb ein Einbruch des Goldpreises nach der Ablehnung der Schweizer aus. Wie gewaltig der Schwung für das Edelmetall bei einem erfolgreichen Gold-Referendum-Ergebnis hätte sein können, macht folgendes deutlich:
 

Bei einer Bilanzsumme der Schweizer Nationalbank von 520 Mrd. Schweizer Franken, wovon jedoch nur 40 Mrd. Franken in Form von Goldbeständen in Höhe von 1040 Tonnen plus Forderungen aus Goldgeschäften gedeckt waren, hätten die Schweizer Gold im Wert von rund 65 Mrd. Schweizer Franken nachkaufen müssen. Dies hätte etwa 1500 Tonnen Gold entsprochen, was zu Preiseffekten von bis zu 10 Prozent geführt hätte. Neben Gold sind auch Aktien Bestandteil für einen erfolgreichen Vermögensaufbau. Welche sich dabei am besten eignen, erfahren Sie hier...