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Deutsche Goldreserven

Mit der Finanzkrise 2008 erfuhren Gold generell - und der Goldbestand der Deutschen Bundesbank im Besonderen - große Beachtung in den Medien aber auch in der breiten Bevölkerung. Dabei wurde den meisten Menschen das erste Mal wohl klar, dass die Deutsche Bundesbank nur einen kleinen Teil ihres Goldes überhaupt unter „eigener“ Kontrolle hat, sprich in Tresoren in Frankfurt am Main lagert:

Goldreserven Deutschland

Im Zuge der öffentlichen Diskussion und teils auch Empörung darüber entschied die Deutsche Bundesbank Teile dieses Goldschatzes heimzuholen. Zuletzt hatte die Zentralbank gemeldet, dass sich rund 3.384 Tonnen Gold in ihrem Besitz befinden. Am 31. Dezember 2014 lagerten 35 Prozent der deutschen Goldreserven in Frankfurt, 43 Prozent in New York, 13 Prozent in London und die restlichen 9 Prozent in Paris.

Deutsche Goldreserven: Verlegung nach Deutschland


Bereits im Oktober hatte Bundesbank-Vorstandsmitglied Carl-Ludwig Thiele angekündigt, dass spätestens 2020 die Hälfte der deutschen Goldreserven in Deutschland lagern wird. Nun bestätigte Thiele diese Ziele und machte deutlich: „Wir sind gut im Plan. Bis 2020 werden wir die Hälfte des deutschen Goldes in Deutschland haben.“

Mit Blick auf die Verschwörungstheoretiker, die seit langem vermuten, dass das Gold der Deutschen Bundesbank im Ausland überhaupt nicht existiert oder zum Verkauf ins Ausland gebracht worden sei, stellte Thiele zudem klar: „Wir holen das Gold nicht zurück, denn es war nie hier. Bis zur deutschen Einheit hatten wir nur 77 Tonnen in Deutschland – aus Sicherheitserwägungen zu Zeiten des Kalten Krieges.“

Goldreserven Deutschland: Keine Verkäufe oder Zukäufe


Im Zuge der Heimholung werden nun seit dem Jahr 2013 schrittweise 374 Tonnen Gold von Paris und 300 Tonnen Gold von New York nach Frankfurt verlagert. Künftig werden dann 50 Prozent der deutschen Goldreserven in Deutschland lagern, 37 Prozent bei der US-amerikanischen Zentralbank Fed und 13 Prozent bei der Bank of England bleiben. Privatanleger, die etwas vom Bundesbank-Schatz haben wollen, müssen sich an die staatlichen Münzen wenden. Denn:

Mit Ausnahme der jährlichen Goldverkäufe an das Bundesfinanzministerium für das Prägen von Goldmünzen werden keine Verkäufe (oder auch Zukäufe) vorgenommen. Durch die Goldverkäufe an das Bundesfinanzministerium verminderte sich der Goldbestand übrigens in den vergangenen Jahren um 3 bis 6 Tonnen Gold pro Jahr. In einem langfristig ausgelegten Depot ist physisches Gold ein wichtiger Bestandteil für den persönlichen Vermögensaufbau. Wie so etwas in der Praxis aussehen kann, erfahren Sie hier...