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Goldstandard

Durch die Schweizer Gold-Initiative kam es in vielen Ländern und Währungsräumen wieder zu Diskussionen um den Goldstandard. Doch die Ablehnung einer höheren Golddeckung des Schweizer Frankens durch die Bürger Ende November 2014 hat auch den Befürwortern von einem Goldstandard den Wind etwas aus den Segeln genommen                                                                                                                                     

Goldstandard: Natürliche Basis für eine Währungsordnung

Über viele Jahrhunderte war der Goldstandard die natürliche Basis für die Währungsordnungen dieser Welt. Die Gründe hierfür sind klar: Gold ist ein seltenes Edelmetall, lässt sich gut verarbeiten und wird schon seit Menschengedenken als wertvoll angesehen. Daher waren Münzen aus Gold schon immer die erste Wahl, wenn es um den Austausch von Werten ging.

 

Waren zunächst nur klassische Goldmünzen Bestandteil einer Währung, wurden mit der Zeit auch andere Metalle, wie etwa Silber, zur Stückelung der Werte genutzt. Doch der Transport des Geldes war aufgrund des Eigengewichts sehr aufwendig und mit hohen Risiken verbunden. Mit dem Aufkommen des Papiergelds wurde der Transport deutlich vereinfacht. Denn:
 

Ein Goldstandard bedeutet eigentlich nur, dass man sich jederzeit für sein Papiergeld die entsprechend aufgedruckte Menge an Gold von der Notenbank auszahlen lassen konnte. Auf diese Weise wurde verhindert, dass das Papiergeld ungedeckt vermehrt wurde.
 

Goldstandard: Geldmengenausweitung läutet Ende ein

Um die Geldmenge auszuweiten, ohne zugleich aber mehr Gold hinterlegen zu müssen, wurde seitens vieler Notenbanken mit der Zeit einfach das Umtauschverhältnis geändert. Mit dieser Praxis wurde das Ende einer auf dem Goldstandard basierenden Währung eingeläutet.
 

Bis zum ersten Weltkrieg war Gold als Geld unumstritten. Erst durch die Folgen der Kriegsfinanzierung wurde die Abkehr vom Goldstandard durchgesetzt. Nach dem zweiten Weltkrieg erlebte der Goldstandard durch die Einführung des Bretton Woods-System eine Renaissance. Allerdings war auch hier das Ende bald abzusehen, da die Ausgaben der Länder die Geldmengenausweitung notwendig machten. Die Golddeckung im Westen war mit dem Ende von Bretton Woods im Jahr 1973 Geschichte. Durch die Finanzkrise 2008 wurde die Golddeckung jedoch wieder als möglich Alternative ins Gespräch gebracht.