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Google Auto

Seine Innovationskraft und Durchsetzungsstärke hat der US-Konzern Google bereits mehrfach bewiesen. Nachdem zunächst nur die Internetsuche revolutioniert wurde, folgten nach und nach alle anderen wichtigen Bestandteile des World Wide Web.
 

Heute ist ein Internet ohne die Werbemaschinerie von Google, die diversen Tools und die enge Verzahnung von Angeboten wie Chrome, YouTube oder Gmail kaum mehr denkbar. Mit der Android-Software wurde zudem der Bereich der Smartphones ganz neu aufgerollt und etablierte Handyhersteller ins Aus gekickt. Diese Erfolge strebt nun Google auch im Automobilsektor an. Zwar kann sich derzeit noch niemand vorstellen, wie das sogenannte Google-Auto als selbstfahrendes Fahrzeug im Alltag benutzt wird, doch die Vision ist da.
 

Google-Auto - eine Mischung aus Isetta und Smart
 

Das Google-Auto könnte einem Zeichentrick-Science-Fiction-Film entstammen. Es wirkt wie eine Kreuzung der legendären BMW Isetta aus den 1950er-Jahren und einem aktuellen Smart. Das Platzangebot dürfte also als begrenzt bezeichnet werden. Außerdem könnte der Verzicht auf Lenkrad und Pedale für ein ungewohntes Fahrgefühl sorgen. Zwei Personen finden darin Platz und verlassen sich dann nach Drücken des Startknopfes ganz auf die Selbstfahrtechnologie inklusive Rundum-Lasersensor auf dem Dach.
 

Die für den Anfang angestrebten 100 Testfahrzeuge sollen mehr zum Sammeln von Erfahrungswerten als zu einem schnellen Marktdurchbruch dienen. Denn aufgrund des vorhandenen Straßenverkehrs müssen die altbekannten Steuerelemente nach wie vor an Bord sein. Zudem dürfte das Google-Auto als Elektroauto zunächst nur für den Stadtverkehr taugen. Bei Google ist aber weit mehr geplant. Der Konzern testet bereits seit geraumer Zeit die Möglichkeiten selbstfahrender Autos, auch außerhalb der Innenstädte.
 

Google-Auto könnte Individualverkehr revolutionieren
 

Als Hilfsmittel dienen dem Fahrzeug neben dem Rundum-Lasersensor auf dem Dach auch zahlreiche weitere Sensoren und Kameras, die im Auto verbaut sind. Dies sichert auch bei schlechtem Wetter wie Nebel oder Regen die Fahrtauglichkeit des Google-Autos. Über eine dauerhafte Mobilfunkverbindung bleibt das Fahrzeug in Verbindung zu den Google-Servern.
 

Sollte das Google-Auto in seiner Vision tatsächlich Realität werden, würde es den Individualverkehr revolutionieren. Denn jeder, der in das Auto einsteigt, kommt ans Ziel. Egal ob das ein Blinder, ein Betrunkener oder ein Kind ist. Die Technik bringt die Fahrgäste unabhängig von der Fahrtauglichkeit ans Ziel. Taxis und andere Transportmittel könnten so überflüssig werden, vorausgesetzt die Google-Autos sind dann flächendeckend verfügbar und von jedermann nutzbar.