Dax 10486.0 1.20%
MDax 21622.0 1.04%
TecDax 1794.5 0.56%
BCDI 139.46 0.23%
Dow Jones 18262.0 0.24%
Nasdaq 4871.41 0.08%
EuroStoxx 3005.0 0.77%
Bund-Future 166.0 0%

Helge Achenbach

Es geschieht wohl nur ganz selten, dass ein Beruf neu in ein Land gebracht werden kann. Mitte der 1970er-Jahre gelang dies jedoch Helge Achenbach mit dem Berufsbild des Kunstberaters. Bis zu diesem Zeitpunkt mussten Galeristen und Künstler stets direkt miteinander in Verbindung treten. Das gleich galt für Unternehmen, die an Kunst interessiert waren. Helge Achenbach schloss diese Lücke und trat als objektiven Beobachter und Kenner der Kunstszene auf.

 

Helge Achenbach - qualifizierte Beratung ist notwendig

Ohne Frage: Kunst ist Geschmackssache, doch unabhängig vom individuellen Geschmack gibt es auch so etwas wie einen Marktwert von Bildern, Skulpturen und anderen Kunstgegenständen. Diesen Marktwert zu kennen und damit Geschäfte zu machen verstand Helge Achenbach stets aufs Beste.

 

Am Anfang der Tätigkeit als Kunstberater richtete sich der Blick auf große Unternehmen, die eine Kunstsammlung aufbauen oder Architekten, die ihre Gebäude nicht dekorieren, sondern mit qualitativ hochwertiger Kunst bestücken wollten. Der Bedarf an qualifizierter Beratung war damals so groß wie heute. Daher suchten im Lauf der Zeit auch immer mehr Privatsammler den Rat von Helge Achenbach und seinem Team. Die auf diese Weise ins Leben gerufene Sammlung Rheingold gehört beispielsweise heute zu den größten und bedeutendsten internationalen Kollektionen für zeitgenössische Kunst.

 

Helge Achenbach: Bedeutende Künstler voran gebracht

Im Rahmen seiner Tätigkeit hat Helge Achenbach stets auch die Arbeiten bedeutender Künstler vermitteln können. So gelang ihm dies etwa mit zwei großen Gemälden von Gerhard Richter für die Düsseldorfer Victoria Versicherung oder Jonathan Borofsky mit dem „Hammering Man“ für die Frankfurter Messe.

 

Wo Licht ist, ist bekanntlich auch Schatten. Im Sommer 2014 kam immer mehr Kritik am System von Helge Achenbach auf. Dieser soll angeblich Künstler übervorteilt haben. Die Vorwürfe reichen soweit, dass es sogar zu gerichtlichen Auseinandersetzungen kam. Dabei wurde einmal mehr deutlich, dass Helge Achenbach stets die unabhängige Kunstberatung auch zu seinem eigenen finanziellen Vorteil nutzen konnte.