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Hella Börsengang

Wenn es um Börsenkandidaten geht, richtet sich der Blick oftmals nur auf vermeintlich innovative Internet-Unternehmen, wie bspw. dem Alibaba-Börsengang. Dabei wird vergessen, dass auch aus den althergebrachten Industrien und Dienstleistungen ein IPO möglich ist. Der Hapag Lloyd Börsengang war ein Beispiel für die Börsentauglichkeit der deutschen Wirtschaft, der Hella Börsengang wiederum ein anderer.
 

Hella Börsengang: Umbruch beim Familienunternehmen
 

Bei Hella handelt es sich um einen Automobilzulieferer, der als Familienunternehmen mit über 30.000 Beschäftigten an über 100 Standorten in mehr als 35 Ländern global aufgestellt ist. Der Konzern entwickelt und fertigt im Geschäftssegment Automotive Komponenten und Systeme der Lichttechnik und Elektronik.
 

Weiterhin verfügt Hella über eine der größten Handelsorganisationen für Kfz-Teile und -Zubehör, Diagnose- sowie Serviceleistungen in Europa. Ferner entwickelt Hella Produkte für Spezialfahrzeuge und gänzlich unabhängige Anwendungen, wie Straßen- oder Industriebeleuchtung. Durch den Hella Börsengang hat ein weiteres interessantes deutsches Industrieunternehmen den Weg auf das Parkett gefunden.
 

Die Wurzeln des Unternehmens reichen bis in das Jahr 1899 zurück, als Sally Windmüller in Lippstadt die Westfälische Metall-Industrie Aktien-Gesellschaft als Spezialfabrik für Laternen, Scheinwerfer, Hörner und Beschläge für Fahrräder und Automobile gründete.
 

Hella IPO – Ein Unternehmen mit langer Historie
 

Bereits damals wurden die Chancen des aufkommenden Automobilmarktes erkannt, von denen das Unternehmen heute noch profitiert und die einen Hella Börsengang erst möglich machen. Der Unternehmensname wurde im Übrigen bereits neun Jahre nach Gründung in Anlehnung an den Namen der Ehefrau des Firmengründers eingeführt und prägt bis heute Hella als Familienunternehmen.
 

Hella zählt mit über 5.800 Beschäftigten in Forschung und Entwicklung zu den wesentlichen Innovationstreibern im Markt. Diese Fähigkeit spiegelt sich daher auch beim Geschäft wieder. Im Geschäftsjahr 2015/16 konnte der Konzern den Umsatz um 9 Prozent auf 6,4 Mrd. Euro und den Gewinn um 12 Prozent auf verdient unterm Strich 272 Millionen Euro. Hella gehört daher zu den weltweit 50 größten Automobilzulieferern sowie zu den 100 größten Industrieunternehmen in Deutschland.

 

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