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Holzinvestments

Die Finanzkrise der vergangenen Jahre trieb viele Menschen in Sachwerte. Neben den Investment-Klassikern Aktien, Gold und Immobilien gewannen dabei auch grüne Investments wie Holzinvestments eine größere Beliebtheit. Während die Geldanlage mit Wald für große Investoren zur Risikostreuung gut geeignet zu sein scheint, müssen Privatanleger meist die Finger davon lassen – es sei denn sie nutzen den Wald direkt als Holzlieferant für den eigenen Kamin. Denn:
 

Holzinvestments - Geduld ist gefragt
 

Investitionen in Bäume sind immer mit langfristigen Anlage-Aspekten verbunden. Holzinvestments rechnen sich in der Regel nämlich nur mit langen Zeithorizonten. Die Bewirtschaftung eines Waldes verlangt viel Geduld und besonderes Engagements. Schließlich stellen unvorhergesehene Ereignisse wie Schädlingsbefall oder Sturmschäden rasch zu lösende Probleme dar, weil diese sonst sich massiv die Rendite beeinflussen. Für Waldbesitzer ist also Erfahrung und Sachkenntnis extrem wichtig.
 

Der große Zeithorizont macht den Wald vor allem als Sparform für in Generationen denkende Familien interessant. Speziell der Adel zählt hierzulande noch immer neben dem Staat zu den größten Eigentümern von Waldflächen. Die Rendite von Holzinvestments lässt sich derzeit jedoch nur schwer kalkulieren. Durch Holzimporte aus Nordamerika und Asien überschwemmt Billigholz den heimischen Holzmarkt. Doch der Vorteil von Bäumen ist - sie können einfach stehen bleiben, wenn der Preis nicht stimmt.
 

Holz als Energieträger
 

Einer der Gründe für den vermehrten Import von Holz ist die rasant gestiegene Nachfrage. Immer öfter werden Holzprodukte wie Pellets oder Hackschnitzel als Energieträger für die Gewinnung von Wärme genutzt. Mittlerweile werden dort aber auch spezielle, schnellwachsende Baumarten eingesetzt, so dass sich die Wettbewerbssituation zwischen einheimischen, hochqualitativen Hölzern und den Massenhölzern aus Übersee reduziert hat. Und genau diese Massenhölzer sind das Ziel vieler neuer Holzinvestments. Der Grund für den Gang nach Übersee ist einfach:
 

In Deutschland wechseln Waldstücke nur sehr selten den Besitzer und meist sind die verkauften Flächen zu klein für große Investoren. In Nordamerika oder Asien können dagegen riesige Waldflächen gekauft und optimal bewirtschaftet werden. Für institutionelle Investoren ergeben sich so bereits nach wenigen Jahren ordentliche Renditen. Statt auf Klasse wird hier auf Masse gesetzt. Holzinvestments müssen eben nicht immer edle Hölzer für die Möbelproduktion bedeuten - auch mit Holz als Energieträger lässt sich Rendite erzielen. Aktien bieten aber ein weitaus besseres Chance/Risiko-Verhältniss, vor allem wenn es sich dabei um die besten Aktien der Welt handelt!